Der Wal Timmy ist endlich frei. Das Tier ist mittlerweile auf der ganzen Welt bekannt und versetzte alle Beteiligten seit Wochen in einen Alarmzustand. In der vergangenen Woche begann schließlich die umstrittene Rettungsaktion durch eine private Initiative. Mittlerweile ist Timmy sicher in der Nordsee angekommen.
Während die Begeisterung auf der einen Seite groß ist, wächst die Kritik auf der anderen. Kurz nach der Freilassung meldete sich eine Tierärztin zu Wort und erhebt teilweise schwere Vorwürfe. Die Crew des Schleppers Fortuna B habe Dr. Kirsten Tönnies zufolge zwar bis zur Freilassung einen guten Job gemacht, doch anschließend habe es Probleme gegeben.

Nach Rettungsaktion um Wal Timmy: Tierärztin packt über Details aus
„Die letzten anderthalb, zwei Tage war es wirklich mulmig für mich auf dem Schiff“, berichtet Tönnies. Sie sprach bereits mit der Presse und veröffentlichte darüber hinaus ihr Statement auf Instagram. „Der Kapitän hat gezittert vor Wut. Er hat mir gedroht mich in Arrest zu nehmen“, berichtet die Ärztin. Hintergrund sei unter anderem eine Auseinandersetzung aufgrund der Tatsache gewesen, dass man Wal Timmy rückwärts mit Hilfe von Seilen aus dem Kahn ziehen wollte. „Vorwärts ist okay. Rückwärts ist gegen die Natur der Tiere“, heißt es weiter.
Dr. Tönnies sei anschließend davon abgehalten worden, sich Wal Timmy zu nähern. Die Vorwürfe beziehen sich auf die Crew, die für die Initiative tätig war, hinter der Mediamarkt-Millionär Walter Gunz steht. Tönnies kritisierte außerdem, dass Timmy ihrer Meinung nach zu früh freigelassen wurde. Es hätte nichts dagegengesprochen, die Fahrt fortzusetzen. Das Tier wurde schließlich 70 Kilometer nördlich von Skagen ausgesetzt.
Nach Rettungsaktion: Investoren der Initiative geben Statement ab
Die Crew verdächtigte die Tierärztin wiederum, Details mit der Presse geteilt zu haben. „Habe ich aber nicht. Ich habe intern eine Meldung gemacht, dass ich total ablehne, was hier passiert. Das hat jemand von intern nach draußen gegeben“, rechtfertigt sich Tönnies. Die Investoren der privaten Initiative haben sich bereits vom Vorgehen bei der Freilassung distanziert. „Etwaige Konsequenzen für nicht abgestimmte Handlungen am und um den Wal haben der Eigner, die Betreiber und uns bekannte Personen der Crew der Schiffe Fortuna B und Robin Hood zu tragen“, heißt es in einem Statement. „Wir werden jetzt alles aufklären“, kündigte die Anwältin der privaten Rettungsinitiative, Constanze von der Meden, an.
