Tausende Bürgerinnen und Bürger in Deutschland werden bald eine Einladung in ihrem Briefkasten entdecken. Dahinter steckt der sogenannten Mikrozensus, der jedes Jahr stattfindet. Per Zufallsverfahren werden rund 800.000 Personen ausgewählt, die ganze 130 Seiten eines Fragebogens beantworten müssen.
So soll ein detailliertes Bild der aktuellen wirtschaftlichen und auch sozialen Lage entstehen. Betroffene müssen allerdings wissen, dass es sich nicht um eine freiwillige Teilnahme handelt. Wer die Einladung erhält, muss auch alle Fragen beantworten. Es sind Bürger jeder Altersgruppe betroffen. Auch der Wohnort oder der Job spielen dabei keine Rolle.

Tausende Bürger müssen mit Post rechnen: Fragebogen zum Mikrozensus wird verschickt
Im Jahr 2026 werden 60.000 Haushalte in Bayern, 62.000 Haushalte in Baden-Württemberg und 80.000 Haushalte in Nordrhein-Westfalen am Mikrozensus teilnehmen. Zuerst erhält man eine schriftliche Einladung. Schließlich kann man auswählen, ob man die Fragen per Post, online, telefonisch oder sogar persönlich beantworten möchte. Oft werden dieselben Haushalte erneut befragt, um Veränderungen gezielt dokumentieren und verstehen zu können. Insgesamt 200 Fragen werden auf 130 Seiten zusammengefasst.
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Unter anderem wird gefragt, wo man arbeitet, welche Ausbildung man absolviert hat, wie oft und wofür man das Internet nutzt oder auch ob man verheiratet ist. Die Ergebnisse werden unter anderem dazu genutzt, das Wohn- oder Elterngeld anzupassen. Betroffene müssen sich bei all dem aber keinerlei Sorgen um ihre persönlichen Daten machen, denn alle Angaben werden anonymisiert und ausschließlich für die statistische Auswertung verwendet.
