„Snail-Mail“: Warum Gen Z jetzt wieder Briefe schreibt und dafür bezahlt wird

Während Messenger-Dienste unseren Alltag dominieren, erlebt ein fast vergessenes Medium ein Comeback: Der Brief. Gen Z macht „Snail-Mail“ zum lukrativen Business-Modell – und begeistert damit tausende Abonnenten.
„Snail-Mail“: Warum Gen Z jetzt wieder Briefe schreibt und dafür bezahlt wird
New Africa/Shutterstock

Mittlerweile findet Kommunikation fast nur noch digital statt. Ob Anrufe, Chats oder Social Media, kaum jemand nimmt noch einen Stift in die Hand und schreibt eine Nachricht auf Papier. Doch der neue Trend „Snail-Mail“ scheint genau das jetzt zu ändern.

Plötzlich ist es wieder in, Briefe zu verschicken. Gen Z verdient mit diesem Trend jetzt sogar Geld. In den sozialen Medien verbreitet sich die Idee aktuell rasant. Es geht aber nicht nur darum, wieder mehr echte Briefe oder Postkarten an Freunde und Familie zu senden. Stattdessen versenden Influencer regelmäßig Post an fremde Personen.

Mann Ließt einen Brief
Jelena Zelen/Shutterstock

Die Rückkehr zu Stift und Papier: So funktioniert der Trend „Snail-Mail“

Doch das ist noch nicht alles. Denn es werden kleine Überraschungen wie Sticker oder Zeichnungen verschickt. Außerdem kommt häufig ein besonderes Briefpapier zum Einsatz. Hinter „Snail-Mail“ steckt also viel Liebe zum Detail. Fans haben die Möglichkeit, einem richtigen Club beizutreten. Sie empfangen dann regelmäßig Briefe und freuen sich über die kreativen Ideen der Absender, die mit diesem Geschäft teilweise viel Geld einnehmen.

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Kiki Klassen verdient mit ihrem Lucky Duck Mail Club sogar 4385 US-Dollar monatlich. Dabei handelt es sich um über 3700 Euro. Mitglieder haben die Möglichkeit, ein Abo abzuschließen. Sie können seit 2024 für acht Dollar pro Ausgabe an Klassens Idee teilhaben. Genau genommen handelt es sich um ein Konzept, das den klassischen Printausgaben von Magazinen ähnelt. Nur sind die Briefe viel persönlicher und natürlich nicht so umfangreich. Klassen hat ihren Club zwar schon vor zwei Jahren ins Leben gerufen, doch der Trend hat sich erst jetzt so richtig etabliert. Ob „Snail-Mail“ den Messenger tatsächlich ablösen kann, bleibt allerdings abzuwarten.

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