Mann aus Flugzeugfenster gesogen: Schwere Vorwürfe gegen Ryanair erhoben

„Es war schrecklich“: Ein gebrochenes Fenster in einer Ryanair-Maschine riss einen Passagier teilweise nach außen. Augenzeugen schildern Momente der Panik, während der Anwalt des Opfers der Airline ein eiskaltes Verhalten vorwirft.
Mann aus Flugzeugfenster gesogen: Schwere Vorwürfe gegen Ryanair erhoben
Privat

Auf einem Ryanair-Flug von Thessaloniki nach Memmingen kam es zu einem gefährlichen Zwischenfall. Ljubiša Karović wollte am 10. Juli nach Deutschland reisen, doch plötzlich platzte ein Fenster des Flugzeuges. Der 61-Jährige wurde während des Fluges nach draußen gesogen. „Es war schrecklich“, berichtet seine Frau Svetlana.

Der Kopf und die Schultern des Passagiers ragten bereits aus dem Fenster heraus. Der Mann erlitt schwere Verletzungen in Tausenden Metern Höhe. „Nicht nur meine Mandanten, alle Passagiere an Bord bangten um ihr Leben“, erklärte nun Karovićs Anwalt, der mittlerweile schwere Vorwürfe gegen Ryanair erhoben hat.

Ryanair Flugzeug am Flughafen
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Ljubiša Karović wurde aus Flugzeugfenster gesogen: Anwalt wirft Ryanair „eiskaltes Verhalten“ vor

Die Mitreisenden versuchten den Betroffenen zu helfen, doch von der Crew seien kaum Bemühungen ausgegangen. „Nicht mal eine Flasche Wasser erhielt mein Mandant von der Crew, als er dreimal ohnmächtig wurde“, berichtet der Anwalt weiter. Er widersprach der Darstellung der Airline und nannte die Reaktionen „eiskalt und unverschämt“. Mittlerweile befindet sich der Betroffene in einem stabilen Zustand. Der Passagier wurde in einem Krankenhaus versorgt und behandelt. Auch Karovićs Frau meldete sich erneut zu Wort, um ihrer Enttäuschung Luft zu machen.

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„Bis zum heutigen Tag hat sich kein Verantwortlicher von Ryanair bei uns gemeldet, um sich zu entschuldigen oder sich zu erkundigen, wie es meinem Mann geht“, sagt sie gegenüber der Presse. Das Flugzeug wird aktuell in Thessaloniki untersucht. Die Airline gab an, dass sich das Fenster während des Fluges von selbst gelöst habe. Der Anwalt des Betroffenen erklärte jedoch, dass ein abgebrochenes Teil des Triebwerkes gegen das Fenster geschleudert wurde und es so zerstörte. Allerdings steht noch ein abschließendes Statement aus, solange die Untersuchungen andauern.

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Auch Horst und Doris Scharlipp aus Neu-Ulm waren an Bord der Maschine. Sie berichteten gegenüber dem TV-Sender SWR von dem schrecklichen Erlebnis. „Alle haben geschrien, es war sofort Panik an Bord“, erklärte der 67-Jährige. Er habe unter Todesangst gelitten, als plötzlich die Sauerstoffmasken aus der Decke fielen. Es habe 45 Minuten gedauert, bis die Maschine sicher landen konnte. Heute ist das Ehepaar froh, den Vorfall unbeschadet überstanden zu haben.