Die Polarlichter sorgen jedes Jahr wieder für wunderschöne Spektakel am Nachthimmel. Hauptsächlich sind sie im Herbst sichtbar. Doch manchmal kann man sie auch schon im Frühling beobachten. Experten haben kürzlich erklärt, dass die ersten Polarlichter schon im März am Nachthimmel leuchten werden.
Am wahrscheinlichsten ist das Auftreten des Phänomens um die Tagundnachtgleiche am 20. März. Denn die Ausrichtung der Erde zur Sonne ist zu diesem Zeitpunkt besonders günstig. Wenn die Sonne dann aktiv wird und geladene Teilchen Richtung Erde fliegen, treffen sie auf die Atmosphäre und sorgen schließlich für das beliebte Phänomen.

Schon im Frühling lassen sich Polarlichter über Deutschland beobachten
Die Sonne ist aktuell besonders aktiv, weil sie sich seit 2024 im Maximum ihres 11-jährigen Zyklus befindet. Deshalb kommt es momentan sehr häufig zu sogenannten Sonnenstürmen. Die Teilchen dieser Sonnenstürme ermöglichen erst, dass der Himmel eine grüne, pinkfarbene und rote Farbe annimmt. Sie kollidieren mit Sauerstoff- und Stickstoffatomen, was dazu führt, dass die Atome angeregt werden und Licht aussenden.
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Ganz genau lassen sich Polarlichter aber nicht vorhersagen. Denn es kommt darauf an, dass sich die Sonneneruption auf die Erde richtet. Außerdem benötigen die Teilchen eine gewisse Zeit, bis sie auf die Atmosphäre treffen. Experten geben deshalb lediglich eine Schätzung ab. Erst kurz vorher kann das Himmelsspektakel genau vorausgesagt werden. Wenn man die Lichter gerne beobachten möchte, sollte man zuvor auf der Website „Polarlicht-Vorhersage“ vorbeischauen. Dort werden die aktuellen Daten stetig ausgewertet.
Tipps für die Beobachtung: KP-Index und Wetter spielen eine wichtige Rolle
Die letzten Sichtungen gab es demnach am 20. Januar 2026. Natürlich spielt auch die Wettervorhersage eine entscheidende Rolle. Interessenten sollten sich an einen dunklen Ort begeben und beachten, wie sich die Wolkendecke entwickelt. Der sogenannten KP-Index misst dabei die geomagnetische Aktivität. Je höher die Werte sind, desto stärker fallen die Polarlichter am Nachthimmel aus. In Deutschland sind Werte ab 5-6 für Sichtungen nötig.
