Der Autobauer Mercedes-Benz verkauft mehrere seiner Autohäuser in Deutschland. Wie am Dienstag bekannt wurde, sind zunächst sieben weitere Standorte betroffen. Die Autohäuser werden von der Global Auto Holdings (GAHL) übernommen. Das in Kanada gegründete Unternehmen mit Sitz in London wird künftig für alle sieben betroffenen Standorte verantwortlich sein.
Die GAHL wird durch den Deal mit Mercedes erstmals in Deutschland tätig sein. „Es ist uns eine Ehre, dass das Top-Management von Mercedes-Benz uns das Vertrauen entgegenbringt, die Marke in der deutschen Hauptstadt zu repräsentieren“, erklärte Kuldeep Billan, Eigentümer der Global Auto Holdings.

Der Autohersteller Mercedes-Benz trennt sich von weiteren Niederlassungen: Was das für Kunden bedeutet
Betroffen sind demnach fünf Standorte in Berlin und zwei in Brandenburg. „Dies ist unser erster Standort im deutschen Markt und ein enorm wichtiger Schritt in unserer globalen Wachstumsstrategie. Wir werden kontinuierlich in das Wachstum von Mercedes-Benz Berlin und in die engagierte Belegschaft investieren“, heißt es weiter. Zuerst habe es von den Mitarbeitern Proteste gegeben. Doch mittlerweile ist klar, dass sich Mercedes dennoch von zahlreichen Standorten trennen wird. Die Mitarbeiter werden teilweise von den Maßnahmen des Investors profitieren, denn er plant, die Unternehmenskultur fortzuführen. Allerdings kann der vorherige Mercedes-Tarif nicht mehr gezahlt werden.
Vorerst wird es eine einjährige Beschäftigungsgarantie für die rund 1.100 betroffenen Mitarbeiter geben. Anschließend plant der Investor die Schließung neuer Verträge. In der Hauptniederlassung am Salzufer sollen zudem in den kommenden fünf Jahren ausschließlich Wagen von Mercedes vertrieben werden. In den anderen Autohäusern können sich Kunden darüber hinaus auf den Vertrieb weiterer Marken einstellen. Mercedes wird durch die GAHL bereits in den USA sowie in Großbritannien vertreten. Weltweit erzielt der Konzern einen Umsatz in Höhe von 8 Milliarden US-Dollar.

