Lufthansa Group streicht zahlreiche Flüge bis Herbst – was Reisende wissen müssen

Die Sicherheitslage im Nahen Osten zwingt die Lufthansa Group zu drastischen Maßnahmen: Bis in den Herbst 2026 fallen zahlreiche Verbindungen aus. Welche Flughäfen betroffen sind und wie Passagiere jetzt ihre Erstattung fordern können.
Lufthansa Group streicht zahlreiche Flüge bis Herbst – was Reisende wissen müssen
Thiago B Trevisan/Shutterstock

Die Eskalation im Nahen Osten hatte zur Folge, dass der Flugverkehr vor Ort stark eingeschränkt wurde. Die Situation ist weiterhin angespannt, was dazu geführt hat, dass die Lufthansa nun langfristig bestimmte Ziele nicht mehr anfliegen wird. Vorerst werden bis zum 30. April sämtliche Flüge aller Airlines der Lufthansa Group in die Region ausgesetzt, heißt es in einer offiziellen Mitteilung.

Bis Herbst 2026 werden weitere Flüge gestrichen. Betroffen sind die Flughäfen Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran. Sie sollen bis zum 24. Oktober nicht mehr angeflogen werden. Die Lufthansa begründete diese Entscheidung mit Sicherheitsrisiken und betrieblichen Hintergründen.

Flugzeuge der Lufthansa am Flughafen
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Wegen Iran-Krieg: Lufthansa Group streicht Nahostflüge bis Herbst

Zur Lufthansa-Group gehören außerdem Airlines wie Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Eurowings und Edelweiss, die ebenfalls von den Ausfällen bis Oktober betroffen sind. Die Flughäfen in Dubai und Tel Aviv werden voraussichtlich bis zum 31. Mai nicht mehr angesteuert. Darüber hinaus plant Eurowings den Flugverkehr nach Beirut, Tel Aviv und Erbil nach dem 30. April wieder aufzunehmen. Je nachdem, wie sich die Situation vor Ort entwickelt, können die Maßnahmen aber auch noch einmal verlängert werden. Reisende, die von den Ausfällen betroffen sind, können ihr Geld zurückerhalten.

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Betroffene dürfen wählen, ob sie ihren Flug umbuchen oder komplett stornieren lassen möchten. Anschließend wird der Kaufpreis erstattet. Wer über ein Reisebüro gebucht hat, muss sich an die Verantwortlichen wenden, die anschließend die Fluggesellschaften kontaktieren. Doch bei diesen Auswirkungen bleibt es nicht. Die Entwicklungen zeigen bereits, dass zahlreiche Urlauber nach Asien ausweichen. Deshalb steigen aktuell unter anderem die Preise für Direktflüge nach Thailand. Reisende zahlen mittlerweile mindestens 1.000 Euro ohne Gepäckaufgabe. „Die Lufthansa Group beobachtet und bewertet kontinuierlich die Lage im Nahen Osten und steht hierzu in engem Kontakt mit den Behörden“, heißt es in einem abschließenden Statement.

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