Der Hersteller Ghorban hat einen bundesweiten Olivenöl-Rückruf gestartet. Das Produkt wurde unter anderem in Supermärkten wie Rewe und Edeka verkauft. Es handelt sich um ein Öl mit Oliven aus Kreta, das zum Braten und Frittieren geeignet ist.
Denn es gibt bei Olivenöl Unterschiede bei der Verwendung. Das betroffene Öl ist explizit dazu gedacht, stark erhitzt zu werden. Bei einer Qualitätskontrolle wurde kürzlich jedoch festgestellt, dass das Produkt den gesetzlich festgelegten Grenzwert für MCPD-Fettsäureester überschreitet. Aus diesem Grund hat sich der Hersteller für den umfangreichen Olivenöl-Rückruf entschieden.

Olivenöl-Rückruf der Marke Ghorban: So sollten Kunden reagieren
Eine „Gefährdung der Gesundheit“ könne Ghorban zufolge nicht ausgeschlossen werden. Deshalb wird vom Verzehr dringend abgeraten. Kunden erkennen das Produkt an einer grau-grünen Verpackung mit der Aufschrift „OLIO“. Darunter ist noch einmal zu lesen, dass es sich um Bratolivenöl handelt. Verkauft wurde das Öl in einem 750-ml-Kanister mit dem Haltbarkeitsdatum 20.02.2027. Bei der Qualitätskontrolle wurde MCPD-Fettsäureester in Höhe von 2.386 µg/kg gemessen. Eigentlich liegt der zulässige Höchstwert aber bei 1.950 µg/kg. Die Chargennummer lautet 250471.
3-MPCD-Fettsäureester entstehen bei der industriellen Raffination von pflanzlichen Ölen. Sie gelten als unerwünschtes Nebenprodukt dieses Prozesses. Nimmt man den Stoff auf, wird er nach dem Verzehr im Verdauungstrakt zu freiem MCPD umgespalten. Von der Internationalen Agentur für Krebsforschung wird das chemische Nebenprodukt als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft. Deshalb sollte man das betroffene Öl zur entsprechenden Verkaufsstelle zurückbringen. Der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet.
