Ein GEZ-Rabatt klingt verlockend. Aber kann es wirklich sein, dass man plötzlich einen niedrigeren Rundfunkbeitrag zahlen muss als Millionen andere Deutsche? Natürlich nicht. Doch Betrüger machen sich die hitzige Debatte um die umstrittene Gebühr zu Nutze, um den Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Deshalb warnt die Verbraucherzentrale nun vor einer neuen und perfiden Betrugsmasche. Die Täter tarnen sich als Beitragsservice und senden gefälschte E-Mails an tausende Bürger. In der Nachricht nennen die Kriminellen eine fiktive Beitragsnummer, an der Opfer die Masche schnell erkennen können. Diese Nummer lautet: 826 737 149.

Betrüger locken mit GEZ-Rabatt: Betroffene sollten auf keinen Fall Geld überweisen
Im ersten Moment wirkt die Nachricht durchaus authentisch, doch schnell wird klar, dass etwas nicht stimmt. Die Verbraucherzentrale NRW hat deshalb kürzlich erklärt, dass Betrüger hinter dem vermeintlichen GEZ-Rabatt stecken. Die Täter fordern eine Zahlung in Höhe von 55,08 Euro, bei der es sich tatsächlich um die gängige Summe handelt, die alle drei Monate beim Beitragsservice fällig wird. Dabei werden die Opfer geschickt unter Druck gesetzt. Sie sollen bis zum Folgetage zahlen, da angeblich die Fristen geändert wurden.
Mehr dazu: Klage gegen die GEZ: Steht der Rundfunkbeitrag vor dem Aus?
Darüber hinaus locken die Betrüger mit einem angeblichen Preisnachlass, wenn man sofort für das ganze Jahr oder auch für sechs Monate bezahlt. Zu diesem Zweck soll man das Geld auf ein deutsches Bankkonto überweisen. Natürlich sollten Betroffene weder reagieren noch das Geld überweisen. Die Täter haben ein Konto bei einer spanischen Bank eröffnet, die über eine Zweigstelle in Deutschland verfügt. Damit die Opfer ihr Geld auch wirklich für immer los sind, soll man per Sofort-Überweisung zahlen. Oft lassen sich Phishing-Mails oder auch andere Betrugsmaschen an der Mail-Adresse des Absenders erkennen. Offizielle Adressen enden immer mit dem jeweiligen Unternehmen – in diesem Fall mit „rundfunkbeitrag.de“.

