Manche Menschen lösen regelmäßig so viele Pfandbons ein, dass es sogar spezielle Regeln gibt, die besagen, ab wann man ein Gewerbe anmelden muss. Kürzlich hat sich auch eine Kassiererin aus Österreich ein Zusatzgehalt verschafft, indem sie geschickt einen Fehler in System ausnutzte.
Jetzt muss sich die 60-Jährige vor Gericht verantworten. Unter bestimmten Bedingungen ließen sich die Pfandbons doppelt einlösen. So zahlte sich die Kassiererin selbst Geld aus. Ganze zwei Monate lang, ergaunerte sich die Frau somit einen zusätzlichen Verdienst. Sie schlug den Trick daraufhin sogar ihren Kolleginnen vor.

Pfandbons doppelt eingelöst: Kassiererin nutzt Systemlücke aus
Es muss sich also um eine große Menge an Bons gehandelt haben, die sich die Betroffene unter den Nagel riss. Denn sie musste 1.500 Euro an ihren Arbeitgeber zahlen. Das Geld wurde schließlich vom letzten Lohn der Kassiererin einbehalten. Denn natürlich erhielt die Frau darüber hinaus eine Kündigung. Mittlerweile hat sich die Kassiererin entschuldigt. Sie sagte, sie habe eine „große Dummheit“ begangen.
Mehr dazu: Tausende Kunden nutzen neuen Pfand-Trick und erhalten mehr Geld zurück
Die Betroffene muss außerdem ein Bußgeld in Höhe von 700 Euro bezahlen. Ob auch Kollegen dem Vorschlag der Kassiererin folgten, ist unklar. Mittlerweile arbeitet die Frau in einem anderen Betrieb als Verkäuferin in Teilzeit. Sie bereute es sehr, andere Mitarbeiter in ihr Vergehen mit reingezogen zu haben und entschuldigte sich schließlich bei ihrem Arbeitgeber. Deshalb wurde im Rahmen einer Diversion von einer Verurteilung abgesehen. Wie genau es zu dem folgenschweren Fehler im System kommen konnte, ist aktuell unklar. Normalerweise zeigt die Kasse an, dass der Code bereits eingescannt wurde. Das war in Österreich jedoch nicht der Fall.
