In den USA kam es vor zwei Wochen zu einem heftigen Ausbruch einer Durchfallerkrankung. Wie die Gesundheitsbehörde CDC bekanntgab, wurden mindestens 1.947 Infektionen nachgewiesen. Die Betroffenen aus zahlreichen Bundesstaaten haben sich mit dem Parasiten Cyclospora cayetanensis infiziert.
Dabei handelt es sich jedoch nur um die sicher nachgewiesenen Fälle, die mit einem Besuch bei der Fast-Food-Kette Taco Bell in Verbindung gebracht wurden. Insgesamt sollen mittlerweile über 11.000 Menschen betroffen sein. Die Behörden vermuten, dass der Ausbruch durch Salat verursacht wurde, mit dem Taco Bell beliefert wird. „Verzehren Sie keinen zerkleinerten Eisbergsalat von Taylor Farms de Mexico in Taco Bell-Filialen in Indiana, Kentucky, Michigan, Ohio und West Virginia“, heißt es in einer offiziellen Warnung.

Könnte Salat die Ursache sein? Hunderte Menschen leiden an Durchfallerkrankung
Taco Bell hat den Salat mittlerweile jedoch selbst aus dem Verkehr gezogen. Allerdings handelt es sich weiterhin lediglich um eine Vermutung, da spezifische Lebensmitteltests auf Cyclospora cayetanensis kürzlich ein falsch positives Ergebnis anzeigten. Die CDC untersucht aktuell den gesamten Ausbruch, denn es gibt auch zahlreiche Fälle, die nicht mit einem Besuch bei Taco Bell in Verbindung stehen. Kürzlich wurde bekannt, dass zwei Menschen nach einer Infektion verstorben sind. Beide litten unter schweren Vorerkrankungen. Weitere Details wurden allerdings nicht veröffentlicht.
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Kommt Cyclospora cayetanensis auch in Deutschland vor?
Durch die Darmparasiten werden schwere Symptome ausgelöst. Die Erkrankung nennt sich Cyclosporiasis und geht mit Durchfall, Übelkeit, leichtem Fieber, Müdigkeit und Bauchkrämpfen einher. Für gesunde Erwachsene ist eine Infektion zwar nicht gefährlich, doch Vorerkrankte und Senioren sollten besonders vorsichtig sein. Die Parasiten befinden sich besonders oft auf frischem Obst, Basilikum oder Blattsalat. Deshalb sollte man die Lebensmittel immer gründlich abwaschen und möglichst Produkte aus lokalem Anbau kaufen, die nicht aus Risikogebieten wie Südamerika stammen.
Der Salat, der für den Ausbruch in den USA verantwortlich sein soll, stammte von einer Farm aus Mexiko. Die Parasiten können durch verunreinigtes Wasser oder die Hände bei der Ernte auf Lebensmittel gelangen. In Deutschland liegen aktuell keine Warnungen vor, dennoch sollte man die Hygienemaßnahmen einhalten und regionale Lebensmittel bevorzugen, da der Erreger insbesondere in tropischen und subtropischen Regionen vorkommt.

