„Nicht hinnehmbar“: Bundesrechnungshof kritisiert Rentenversicherung für Millionenausgaben

„Nicht hinnehmbar“, nennt der Bundesrechnungshof die Ausgabenpraxis der Deutschen Rentenversicherung. Trotz geforderter Sparmaßnahmen fließen weiter Millionen in externe Berater, doch an dem Ergebnis wird gezweifelt.
„Nicht hinnehmbar“: Bundesrechnungshof kritisiert Rentenversicherung für Millionenausgaben
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Der Bundesrechnungshof hat erneut Kritik an der Deutschen Rentenversicherung geübt. Im Fokus stehen hohe Ausgaben für Beraterdienste. Schon im Jahr 2024 wurde im Rahmen eines Kontrollberichts auf die Kosten in Millionenhöhe hingewiesen. Deshalb wurde die DRV Bund bereits dazu aufgefordert, die Ausgaben auf ein annehmbares Niveau zu senken.

Der Bundesrechnungshof stellte kürzlich jedoch fest, dass „weder der zugesagte Kulturwandel noch das organisatorische Maßnahmenpaket ihre Wirkung“ gezeigt hätten. „Dass die DRV Bund zum Teil offenbar selbst nicht weiß, was das Ziel und die Ergebnisse einer externen Beratung sein sollen, für die sie Millionen Euro zahlt, ist den Beitrags- und Steuerzahlerinnen und -zahlern nicht zu vermitteln“, erklärte der Bundesrechnungshof.

Karte der Deutschen Rentenversicherung
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Millionen für externe Beratung: Deutsche Rentenversicherung wird zum Handeln aufgefordert

Die Aufstockung des Personals konnte ebenfalls keine Abhilfe schaffen. Stattdessen steigen die externen Beratungsstunden weiter an. „Die fortlaufende Beauftragung persönlich bekannter externer Berater war auch 2025 noch immer nicht wirksam abgestellt. Das ist nicht hinnehmbar“, betonten die Experten. Die DRV Bund begründet diese Ausgaben unter anderem mit dem Aufbau der Stabsstelle. Außerdem befinde man sich aktuell in einer Transformation, für die ebenfalls externe Beratungen nötig seien. Für die Jahre 2025 bis 2029 seien deshalb Kosten in Höhe von 4,7 Millionen Euro vorgesehen.

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Im Zusammenhang mit der neuen Digitalstrategie zahlte die DRV Bund ab 2019 ganze 8,6 Millionen Euro für die Beraterdienste. Die Rentenversicherung argumentiert, dass der Aufbau der internen Geschäftsstelle zu mehr Beschäftigten führe, die auch einen höheren Bedarf an externer Beratung hätten. Die Umstellungen von Papierdokumenten auf digitale Systeme seien komplex und müssten sorgfältig koordiniert werden. Die Beschäftigten verfügen jedoch nicht über alle nötigen Kompetenzen. Nach der Kritik kündigte die Deutsche Rentenversicherung Bund nun an, die Beratungskosten für das Jahr 2027 zu reduzieren.

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