Die Shopping-Plattform Amazon warnt Verbraucher momentan vor eine Betrugsmasche, bei der ein perfider Trick von Verkäufern genutzt wird, um den Umsatz aufzubessern. Es werden mehrere Pakete an willkürlich ausgewählte Empfänger verschickt, die dann eine Überraschung erleben.
Denn sie haben die Ware eigentlich gar nicht bestellt. Bei dieser Masche handelt es sich um das sogenannte „Brushing“. Verkäufer wollen so ihr Profil und auch die Bewertungen aufbessern. Die willkürlich verschickten Pakete müssen lediglich vom Empfänger angenommen werden. Dann gilt der Kauf als verifiziert und die Betrüger haben ihr Ziel erreicht.

Kunden sollten vorsichtig sein: Das steckt hinter der Masche mit Amazon-Paketen
Der Verkäufer versendet die Ware mit einem gefälschten Käufer-Profil und bewertet diese dann mit einer entsprechenden Fake-Bewertung. Amazon bittet Kunden deshalb darum, versendete Ware, die nicht bestellt wurde, zu melden. Denn andere Käufer werden durch das Prozedere getäuscht. Außerdem soll den betrügerischen Händlern die Verkaufsberechtigung entzogen werden. Betroffene haben die Möglichkeit, den Betrug mit Hilfe eines Formulars zu melden. Doch was passiert mit der Ware?
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Tatsächlich ist man in einem solchen Fall nicht dazu gezwungen, die Pakete zurückzuschicken. Auch bezahlen muss man die Ware nicht. Sollte man sich an den Händler wenden, besteht die Option, das Paket zurückzusenden, wenn die entstandenen Kosten übernommen werden. Ist das nicht der Fall, rät die Verbraucherzentrale dazu, die Produkte zu behalten. „Du musst den Artikel nicht zurückgeben“, bestätigt auch Amazon. Manche Betrüger liefern die Pakete darüber hinaus mit dem Hintergedanken, diese später in Rechnung zu stellen. Auch dieses Vorgehen sollte umgehend gemeldet werden. Kunden sollen sich den Experten zufolge nicht unter Druck setzen lassen.
