Eine Bäckerei-Kette aus der Schweiz sieht sich aktuell mit deutlichen Vorwürfen konfrontiert. Der Name eines Produkts sorgt bei einigen Schweizern für Unmut. Deshalb wird nun sogar die Umbenennung geprüft, denn auch im Netz wurde eine Diskussion entfacht.
Im Mittelpunkt steht der Zigeuner Salat. Angeboten wird die Speise von der Bäckerei Steiner mit dem Hauptsitz in Zürich. Die Juso Zürcher Oberland fordert das Unternehmen auf, dem Salat einen neuen Namen zu geben. „Der Begriff ist seit Jahrhunderten eine Beleidigung für Sinti, Roma und Jenische“, heißt es. Deshalb sei die Bezeichnung unangemessen.

Zigeuner Salat sorgt für Probleme: Bäckerei prüft Umbenennung
Sie wurde „früher benutzt, um bestimmte Bevölkerungsgruppen auszugrenzen, zu entmenschlichen und zu verfolgen. Es ist kein harmloses Wort aus alter Zeit, sondern steht für Diskriminierung, Gewalt und Leid.“ Auch auf der Website des Juso-Teams wird der Salat angeprangert. Eine Reaktion der Steiner Bäckerei ließ nicht lange auf sich warten. Die Verantwortlichen erklärten, es handele sich bei dem Namen um eine Tradition. Doch dieses Statement fand keinen Anklang. Die Kritiker betonten, dass „Respekt und Gleichberechtigung keine Frage der Mode, sondern zentrale Voraussetzungen für ein friedliches und solidarisches Zusammenleben“ seien.
Aufgrund von Rassismus: Schweizer Armee benennt Reispfanne um
Die Bäckerei äußerte sich erneut und erwägt nun die Umbenennung des Snacks. „Wir verstehen die Kritik am Begriff und nehmen sie ernst.“ Die Bezeichnung wurde „nicht in abwertender Absicht gewählt“. Die Kunden haben sich wegen des Namens bisher nicht beschwert. „Wir sind uns bewusst, dass der Begriff historisch belastet ist und als diskriminierend wahrgenommen werden kann. Wir prüfen daher eine Namensänderung, um der Sensibilität des Themas gerecht zu werden.“ Noch wurde die Bezeichnung auf der Website aber nicht geändert.
