„Gott des Chaos“: Asteroid Apophis wird mit bloßem Auge zu sehen sein - „Seltenes Ereignis“

Ein Gigant aus dem All steuert auf die Erde zu: Im April 2029 erreicht der Asteroid Apophis seinen erdnächsten Punkt. Was hinter dem „Gott des Chaos“ steckt und warum Astronomen weltweit gespannt auf das seltene Himmelsspektakel blicken.
„Gott des Chaos“: Asteroid Apophis wird mit bloßem Auge zu sehen sein - „Seltenes Ereignis“
Hamara/Shutterstock

Der Asteroid „Gott des Chaos“ wird der Erde im Jahr 2029 sehr nahekommen. Doch der Gesteinsbrocken, der auch unter dem Namen Apophis bekannt ist, wird keine Gefahr für den blauen Planeten darstellen. Stattdessen kündigte die NASA schon jetzt ein beeindruckendes Himmelsspektakel an.

Denn man wird den Asteroiden mit bloßem Auge beobachten können. Der Brocken mit einem Durchmesser von rund 350 Metern wird seinen erdnächsten Punkt am 13. April 2029 erreichen. Der „Gott des Chaos“ ist dann nur noch 32.000 Kilometer entfernt. Entdeckt wurde er schon im Jahr 2004 von Roy Tucker, David J. Tholen und Fabrizio Bernardi am Kitt-Peak-Nationalobservatorium.

Symbolbild für den Asteroid Apophis "Gott des Chaos"
buradaki/Shutterstock

Im April 2029: Asteroid Apophis nähert sich der Erde

Seinen Namen verdankt er dem Ägypten Schlangengott, der auch für Chaos und Zerstörung steht. Die Beobachtungschancen stehen insbesondere in Europa, Afrika und Westasien gut. Zuerst waren sich die Experten nicht sicher, ob der Asteroid auf der Erde einschlagen wird. Doch mittlerweile hat die NASA Entwarnung gegeben. Ähnlich wie bei dem Kometen C/2023 A3 (Tsuchinshan-ATLAS) wird Apophis dafür sorgen, dass erneut spektakuläre Fotos des Nachthimmels entstehen.

Anzeige

Auch interessant: Artemis 2: NASA veröffentlicht spektakuläre Bilder von Mond und Erde – „Überwältigend“

Es handelt sich um ein seltenes Ereignis, denn lediglich alle 5.000 bis 10.000 Jahre kommt ein Himmelskörper dieser Größe der Erde so nahe. „Es gibt noch so viel, was wir über Asteroiden lernen müssen, aber bisher mussten wir tief ins Sonnensystem reisen, um sie zu studieren und selbst Experimente durchführen, um mit ihrer Oberfläche zu interagieren“, erklärte Patrick Michel, Forschungsdirektor des CNRS am Observatoire de la Côte d'Azur in Nizza. Diesmal könne man durch den Vorbeiflug direkt beobachten, wie „Apophis durch starke Gezeitenkräfte gedehnt und gequetscht wird, was Erdrutsche und andere Störungen auslösen und neues Material unter der Oberfläche zum Vorschein bringen könnte“. Die ESA-Raumsonde Ramses soll den Asteroiden während des Vorbeiflugs begleiten.

Anzeige