Am 2. April um 0:35 Uhr deutscher Zeit ist das Orion-Raumschiff in Richtung Mond gestartet. Mit Artemis 2 schickt die NASA nach Apollo 17 im Jahr 1972 erstmals wieder Menschen in Richtung Mond. Diesmal ist zwar keine Landung geplant, doch Victor Glover, Christina Koch, Reid Wiseman und Jeremy Hansen werden den Himmelskörper umrunden.
Doch wie geht es den Astronauten an Bord der Orion? Hinter dem erfolgreichen Start ins All stecken unter anderem Technologien aus Deutschland und Europa. Dazu zählen vier Strahlungsdetektoren M-42 EXT des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie das Europäische Servicemodul (ESM). Die modernste Technik sorgt dafür, dass sich die Astronauten auf eine sichere Reise begeben konnten.

Deutsche Technologie für Artemis 2: Das Orion-Raumschiff fliegt zum Mond
Im Innenraum des Raumschiffs muss sich die Crew allerdings mit wenig Platz arrangieren. „Das für die Crew nutzbare Volumen in der Kapsel liegt bei etwa neun Kubikmetern. Das ist vergleichbar mit einem VW-Campervan. Im Vergleich zu Sojus oder den alten Apollo-Kapseln ist Orion allerdings deutlich komfortabler und größer“, erklärte Tobias Langener, der für das Antriebssystem des Raumschiffs zuständig ist. Sollte es bei der Reise um den Mond einen medizinischen Notfall geben, sind die Astronauten dementsprechend ausgebildet. „An Bord gibt es Ausstattung für Wundversorgung, sogar für Zahnnotfälle. Auch gibt es Messgeräte wie EKG und für den Blutdruck, die Daten können an Ärzte am Boden übermittelt werden“, berichtet Langener gegenüber ntv.
So lange dauert die Mond-Mission Artemis 2
Trotz eines gewissen Restrisikos gilt Artemis 2 als sichere Mission und die neu verbauten Systeme als zuverlässig. „Orion und das europäische Servicemodul sind konsequent redundant ausgelegt, Triebwerke, Ventile und sogar Bordcomputer und Software sind mehrfach vorhanden. Fällt eine Einheit aus, übernimmt eine andere. Ein Fehler kann also passieren, ohne dass die Crew verloren geht“, heißt es weiter. Die Astronauten werden insgesamt zehn Tage unterwegs sein. Die Mission soll als Vorbereitung für weitere Flüge zum Mond dienen. Das mit der Kapsel verbundene ESM umfasst insgesamt 33 Triebwerke, welche die Orion-Einheit zuverlässig durchs All befördern. Man kann die Mondmission auf YouTube sowie auf der Website der NASA live mitverfolgen.

