Neue Studie enthüllt: So effektiv sind „Abnehmspritzen“ wirklich

Gleich mehrere neue Studien zeigen, wie effektiv "Abnehmspritzen" wirklich sind. Die Mediziner haben herausgefunden, wer am meisten von der Wirkung profitiert und wieso die Therapie oft abgebrochen wird.
Neue Studie enthüllt: So effektiv sind „Abnehmspritzen“ wirklich
Kokosha Yuliya/Shutterstock

Immer häufiger werden „Abnehmspritzen“ genutzt, um Gewicht zu verlieren. Neben dem Trend, der auch von Prominenten vorgelebt wird, steckt aber eigentlich ein bestimmter Zweck hinter dem Arzneimittel. Denn sie sind für spezielle Personengruppen gedacht und nicht allgemein, um schlanker zu werden.

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Mehrere neue Studien zeigen jetzt, wie effektiv die Wirkstoffe wie Tirzepatid, Semaglutid und Liraglutid wirklich sind. Die Ergebnisse zeigen, dass Personen mit schwerem Übergewicht deutlich von den Spritzen profitieren können. Die Untersuchungen wurden im Auftrag der WHO durchgeführt. Eine Leitlinie zur Behandlung von Patienten mit Adipositas soll folgen.

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"Abnehmspritzen" liefern wichtige Chance für Übergewichtige: "Ein bemerkenswerter Schritt"

Ursprünglich wurden die „Abnehmspritzen“ zur Behandlung von Diabetes Typ 2 entwickelt. Inzwischen sind sie aber auch zur Behandlung von Menschen mit einem Body-Mass-Index ab 30 kg/m² zugelassen. Denn sie regulieren den Appetit und sollen das Gewicht reduzieren. Wenn Patienten an Begleiterkrankungen leiden, sind die Spritzen oft auch schon ab einem BMI von 27kg/m² gestattet. „Diese Medikamente können insbesondere im ersten Jahr zu einem deutlichen Gewichtsverlust führen“, betont Dr. Juan Franco von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

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„Nach jahrzehntelangen erfolglosen Versuchen, wirksame Behandlungen für Menschen mit Adipositas zu finden, ist das ein bemerkenswerter Schritt nach vorn“, heißt es weiter. Da die Studien von den Herstellern finanziert wurden, fordern die Experten nun allerdings eine unabhängigere Forschung, um noch mehr Details ausarbeiten zu können. Denn es soll geklärt werden, inwieweit sich die Mittel langfristig auf die Herzkreislaufgesundheit auswirken. Auch vor Nebenwirkungen wurde von Experten außerhalb der Studien gewarnt. Zudem brechen viele Personen die Therapie aufgrund von Übelkeit und Erbrechen ab. Zwar fehlen immer noch Langzeitinformationen, doch es steht bereits fest, dass zahlreichen Betroffenen durch die Spritzen geholfen werden konnte.