Am 1. April startet das neue Lungenkrebs-Screening für aktive und ehemalige starke Raucher. Wer zwischen 50 und 75 Jahre alt ist, kann einen Termin für die Vorsorgeuntersuchung vereinbaren, wenn alle Bedingungen erfüllt sind. Alle 12 Monate ist ein Screening per Computertomografie möglich.
Die Untersuchung müssen Patientinnen und Patienten nicht selbst bezahlen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für den Termin. Allein in Deutschland erkranken jährlich rund 58.000 Menschen an Lungenkrebs. „Mindestens 85 Prozent der Erkrankungen treten bei Rauchern auf“, erklärt Prof. Martin Schuler, stellvertretender Direktor des Westdeutschen Tumorzentrums in Essen. Das neue Lungenkrebs-Screening soll helfen, Tumore schon frühzeitig zu erkennen, um Leben retten zu können.

„Husten, Bluthusten oder Luftnot“: Lungenkrebs wird oft zu spät erkannt
Denn häufig verursacht die Erkrankung im frühen Stadium noch keine Symptome und bleibt unbemerkt. „Wir dürfen den Menschen eine vielleicht lebensrettende Maßnahme nicht vorenthalten“, betonte auch Prof. Christian Taube gegenüber der Berliner Morgenpost. „Wenn Symptome da sind – Husten, Bluthusten oder Luftnot etwa –, ist der Krebs meist weit fortgeschritten. Und er ist dann in einem Stadium, in dem er nicht mehr heilbar ist“, heißt es weiter. Ähnlich wie auch das Hautkrebs-Screening soll die neue Vorsorgeuntersuchung fester Bestandteil des Gesundheitsangebots werden.
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Wer hat Anspruch auf das kostenlose Lungenkrebs-Screening?
- Alter: Personen zwischen 50 und 75 Jahren.
- Rauchhistorie: Mindestens 15 Packungsjahre (z. B. 15 Jahre lang 1 Packung/Tag oder 7,5 Jahre lang 2 Packungen/Tag).
- Dauer: Es muss insgesamt mindestens 25 Jahre lang geraucht worden sein.
- Aktueller Status: Aktive Raucher oder Ex-Raucher, deren Rauchstopp weniger als 10 Jahre zurückliegt.
- Intervall: Die Untersuchung mittels Niedrigdosis-CT kann alle 12 Monate wiederholt werden.
- Kosten: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die vollen Kosten für berechtigte Personen.
Lungenkrebs-Screening: Der Hausarzt berät Betroffene
Die Sterblichkeit kann Studien zufolge um „bis zu 20 Prozent gesenkt“ werden, wenn der Tumor frühzeitig erkannt wird, erklärt Prof. Taube. Anspruch auf die kostenlose Untersuchung haben Personen, die mindestens 15 Packungsjahre aufweisen. Zudem muss die Person mindestens 25 Jahre ohne lange Unterbrechung geraucht haben. Wer mittlerweile Nichtraucher ist, kann das Lungenkrebs-Screening ebenfalls wahrnehmen, wenn die vorherigen Bedingungen erfüllt sind und man vor weniger als zehn Jahren mit dem Rauchen aufgehört hat. Betroffene können sich an ihren Hausarzt oder an einen Lungenfacharzt wenden, um einen Termin zu vereinbaren.

