Nach Party: 19-Jährige dachte, sie hat nur einen Kater und stirbt - Mutter warnt andere Eltern

Die 19-jährige Áine ist nach einer Party überraschend verstorben. Ihre Eltern dachten zuerst, sie habe nur einen Kater. Jetzt wollen sie "Leben retten" und warnen vor einem beliebten Medikament.
Nach Party: 19-Jährige dachte, sie hat nur einen Kater und stirbt - Mutter warnt andere Eltern
Kerry Hurst

Die 19-jährige Áine wollte eigentlich nur einen schönen Abend auf einer Party verbringen. Als sie wieder nach Hause kam, ging es ihr plötzlich sehr schlecht. Die Teenagerin litt unter Kopfschmerzen und weinte. Ihre Mutter gab ihr eine Kopfschmerztablette und riet ihr dazu, sich auszuschlafen.

Doch die Schmerzen wurden immer schlimmer. „Es ging alles so schnell. In einem Moment dachten wir noch, sie hätte einen Kater, im nächsten war sie bewusstlos“, berichtet Kerry Hurst gegenüber der Sun. Auch Áine dachte, die Party sei zu ausgelassen gewesen und es handelt sich um einen simplen Kater.

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War die Pille schuld? 19-Jährige stirbt nach "Kater"

Doch so war es nicht. Die junge Frau war in diesem Moment bereits schwer krank und starb wenige Stunden später. Ihre Mutter rief den Krankenwagen, doch Áine wachte nicht mehr auf. „Sie gab ein Schnarchen von sich. Ich sagte zu den Sanitätern, dass es doch ein gutes Zeichen sei, wenn sie schlafe“, berichtet ihre Mutter weiter. Die Untersuchungen ergaben jedoch, dass die junge Frau ein Blutgerinnsel im Gehirn hatte. Die lebenserhaltenden Maßnahmen wurden wenig später abgeschaltet.

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„Die Ärzte sagten uns, sie vermuteten, dass die Antibabypille das Blutgerinnsel verursacht hat”, erklären die Eltern der 19-Jährigen. Deshalb erheben sie schwere Vorwürfe und wollen andere Eltern warnen. Zu diesem Zweck haben sie nun sogar eine Stiftung gegründet. „Wir würden uns wünschen, dass bei Personen mit bereits diagnostiziertem Bluthochdruck strengere Kontrollen durchgeführt werden, bevor ihnen erneut die Antibabypille verschrieben werden kann.” Denn bei Áine soll die Pille zu Bluthochdruck geführt haben. Kerry betont, dass ihre Tochter das Medikament nie eingenommen hätte, wenn sie über die Risiken aufgeklärt worden wäre. „In ihrem Andenken hoffen wir, dass andere Leben gerettet werden.“

Áines Eltern gründen Stiftung, um "Leben zu retten"

Die Pille gilt auch in Deutschland als beliebtes Verhütungsmittel. Neben harmloseren Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schwindel und Brustspannen, wird auch immer wieder auf langfristige Risiken hingewiesen. Dazu zählt beispielsweise die Gefahr, eine Thrombose oder auch Brustkrebs zu entwickeln. Die Experten der Techniker Krankenkasse haben Frauen umfangreich über diese Probleme aufgeklärt.