Ein einsamer Pinguin wurde im Netz millionenfach geteilt. Auf Instagram und TikTok ist ein Video aus der Arktis zu sehen, welches zahlreiche Userinnen und User berührt hat. Der traurige Trend hat dazu geführt, dass eine Dokumentation aus dem Jahr 2007 plötzlich wieder in aller Munde ist.
Denn der kleine Pinguin stammt aus der Produktion "Begegnungen am Ende der Welt" von Werner Herzog. Im Hintergrund ist die Stimme des Regisseurs zu hören, der fragt, warum sich der einsame Pinguin ganz allein auf den Weg macht, anstatt gemeinsam mit seinen Artgenossen zum Wasser zu ziehen. Mittlerweile ist genau diese Szene zur Motivation für zahlreiche User geworden.

Werner Herzog entfacht traurigen Trend: Einsamer Pinguin berührt Millionen User
"Wie könnte ich jemals aufgeben, wenn ich weiß, dass der Pinguin es nie getan hat?", schreibt eine TikTokerin, die den Ausschnitt bearbeitet und erneut geteilt hat. Natürlich hat Werner Herzog selbst längt bemerkt, wie beliebt seine Dokumentation plötzlich ist. "Für mich ist es faszinierend zu sehen, dass ein Pinguin, den ich vor 20 Jahren in der Antarktis gefilmt habe [...], noch heute Faszination und Vorstellungskraft so vieler Menschen fesselt", sagte der 83-Jährige auf seinem Instagram-Account.
Herzog erklärt in seinem Video auch, welche Geschichte eigentlich hinter der Szene steckt. "Es gibt eine Geschichte davor, bevor man den Pinguin, der seinem eigenen Tod entgegengeht, sieht. Ein Wissenschaftler hat mit mir über den Wahnsinn unter Pinguinen, auch Prostitution unter Pinguinen gesprochen", heißt es weiter. Die User sind fasziniert von der Tatsache, dass der Pinguin sein „eigenes Ding macht“ und sich von der Gruppe entfernt. In den aktuellen krisengeplagten Zeiten verkörpert er den Wunsch nach Veränderung. Sogar Donald Trump teilte ein Foto, auf dem er den Pinguin an die Hand nimmt und sich auf den Weg nach Grönland macht. Dass er einmal einen solchen Einfluss auf die ganze Welt haben würde, hätte sich der kleine Pinguin wohl niemals träumen lassen.
