Die Sparkassen in Deutschland machen ab sofort Neobrokern wie Trade Republic Konkurrenz. Dank des Depots mit S-Neo soll der Wertpapierhandel vereinfacht werden. So hoffen die Verantwortlichen, dass künftig weniger junge Kundschaft abwandert. Denn bisher war es lediglich möglich, seine Investments über die App S-Invest zu verwalten. Das Angebot stammte aus der Kooperation mit der DEKA.
Ab sofort gibt es mit S-Neo eine einfachere Variante, die in die normale Sparkassen-App integriert wird. Außerdem sind die Preise für Käufe und Verkäufe wesentlich niedriger. Das normale Girokonto dient bei all dem als Verrechnungskonto. „S-Neo ist konsequent für die Nutzung auf dem Smartphone konzipiert und bietet Kunden einen schnellen und übersichtlichen Zugang zu Sparplänen und Wertpapiergeschäften“, heißt es in einer Mitteilung, die vom Sparkassenverband herausgegeben wurde.

S-Neo: So können Kunden das neue Angebot der Sparkasse nutzen
Durch die Zinsen und umfangreichen Angebote der Konkurrenz geriet die Sparkasse unter Druck. „Wir wollen nicht, dass Menschen aus Gewohnheit dauerhaft unter ihren Möglichkeiten bleiben. Wer Vermögen aufbauen will, braucht neben Sicherheit auch einen einfachen Zugang zu Chancen“, erklärt auch Joachim Schmalzl, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Aktuell nutzen bereits 20 Millionen Menschen in Deutschland die offizielle App der Traditionsbank. Vorerst soll der neue Service nur ihnen offenstehen, bis auch Neukunden zum Zuge kommen.
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Gleichzeitig wurde betont, dass das Depot keineswegs die Beratung ersetzen soll. Zudem soll der neue Service insbesondere Sparer oder Menschen ansprechen, die langfristig investieren möchten. Es handelt sich nicht um ein Angebot „für den schnellen Effekt“ oder für Day-Trader. Zum Jahreswechsel ist schließlich die Öffnung für Neukunden geplant. Die Gebühren legen die jeweiligen Sparkassen selbst fest.

