Fall Walter Karl Kinney: Ermittler identifizieren Überreste nach 27 Jahren

Lange war unklar, wem das angespülte Bein am Strand von Sonoma County gehörte. Nun konnten Experten dank einer modernen DNA-Analyse herausfinden, dass die Überreste zu einem mysteriösen Vermisstenfall führen.
Fall Walter Karl Kinney: Ermittler identifizieren Überreste nach 27 Jahren

Nach 27 Jahren steht ein mysteriöser Vermisstenfall erneut im Fokus der Ermittler. Denn kürzlich wurde bestätigt: Die Überreste, die im Jahr 2022 am Salmon Creek Beach in Sonoma County gefunden wurden, gehören zu einem Mann namens Walter Karl Kinney. Das Bein des Vermissten wurde von einer Familie bei einem Spaziergang am Strand entdeckt.

Die Familie informierte umgehend die Polizei, die anschließend eine pathologische Untersuchung durchführte. Im Mittelpunkt stand ein Schienbein mit chirurgischen Implantaten. Doch vorerst blieb unklar, zu wem die Überreste gehörten. Die Polizei wandte sich deshalb an das DNA Doe Project. Es handelt sich um ein gemeinnütziges Projekt, im Rahmen dessen unbekannte Verstorbene identifiziert werden sollen.

Überreste von Walter Karl Kinney an der Sonoma Coast gefunden
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Familie entdeckt Bein: Was ist Walter Karl Kinney zugestoßen?

Die Experten untersuchten das Bein und fanden nun tatsächlich heraus, dass es Walter Karl Kinney gehörte. Sie erstellten ein DNA-Profil, das zu Beginn des Jahres in eine spezielle Datenbank hochgeladen wurde. Daraufhin konnten die Ermittler eine Familie im Raum San Diego identifizieren. Walter Karl Kinney verschwand im Jahr 1999 spurlos. Der Banker wurde zum letzten Mal in der Nähe von Salmon Creek gesehen.

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„Der Fall war ungewöhnlich – es kommt nicht oft vor, dass jemand zweimal als John Doe auftaucht, aber dank der investigativen genetischen Genealogie konnten wir dieses Rätsel lösen und allen Beteiligten Antworten liefern“, erklärte Traci Onders, Teamleiterin beim DNA Doe Project. Denn schon im Jahr seines Verschwindens wurden Leichenteile angespült, die ihm erst 2003 sicher zugeordnet werden konnten. Kinneys Tochter erklärte, dass ihr Vater „intelligent und sensibel“ gewesen sei. „Diese Welt war einfach ein zu harter Ort für ihn.“ Durch das DNA Doe Project konnte nun endlich sicher geklärt werden, wer der „John Doe von Salmon Creek“ wirklich war, auch wenn sein Schicksal noch immer ein Geheimnis bleibt.

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