Jeffrey Dahmer: Psychologe spricht über Motiv des Serienmörders

Er gilt als einer der grausamsten Täter der US-Geschichte: Jeffrey Dahmer. Doch was steckte hinter den Taten des „Kannibalen von Milwaukee“? Ein Psychologe interviewte Dahmers Mutter und spricht über sein mutmaßliches Motiv.
Jeffrey Dahmer: Psychologe spricht über Motiv des Serienmörders
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Jeffrey Dahmer gilt als einer der berüchtigtsten Serienmörder der Geschichte. Bekannt wurde er als „Kannibale von Milwaukee“, da er seine Opfer nicht nur tötete, sondern auch Leichenteile in seiner Wohnung als Trophäen aufbewahrte und verspeiste. Im Jahr 1991 wurde er schließlich verhaftet und nach wenigen Monaten verurteilt.

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Nur rund zwei Jahre später wurde er von einem Mitinsassen im Gefängnis getötet. Er ermordete mindestens 17 junge Männer zwischen 1978 und 1991. Da seine Verbrechen derart kaltblütig und schockierend waren, wird auch heute noch über Jeffrey Dahmer diskutiert. Seine Mutter Joyce sprach mit dem Psychologen Dr. Hickey über den Mann, dessen Leben mittlerweile sogar auf Netflix zu sehen ist, und gab einen Einblick in seine Psyche.

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Wie konnte Jeffrey Dahmer zum „Kannibalen von Milwaukee“ werden?

Dr. Hickey erklärte kürzlich gegenüber der Daily Mail, was ihm Joyce Flint vor ihrem Tod im Jahr 2000 anvertraute. Er beschreibt den Serienmörder als zutiefst depressiv, einsam und unsicher. Er habe große Angst vor Ablehnung gehabt und zog sich deshalb in eine Fantasiewelt zurück. „Jeffrey hat nie versucht, jemanden zu verletzen. Er hat sie getötet, aber er hat nie versucht, sie zu verletzen“, soll Dahmers Mutter zu Dr. Hickey gesagt haben. Dem Täter sei es nicht um das Leid seiner Opfer gegangen.

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„Er wollte unter Menschen sein, wusste aber, dass er sich in ihrer Gegenwart unwohl fühlte, solange sie lebten, weil er die Angst vor Ablehnung spürte. Die Vorstellung, mit jemandem zusammen zu sein, der ihn möglicherweise zurückweisen würde, war einfach überwältigend für ihn. Das konnte er nicht. Deshalb fühlte er sich wohler, wenn sie tot waren“, berichtet der Experte. Außerdem soll sich Dahmer gezielt Männer ausgesucht haben, die allein in einer Bar saßen und ohne Freunde unterwegs waren. „Männer, die man eine Zeit lang nicht vermissen würde.“

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Dr. Hickey sprach mit Dahmers Bruder und mit seiner Mutter

Neben Joyce Flint sprach der Psychologe auch mit Dahmers Bruder David. „Wir haben darüber gesprochen, dass er nicht versucht hat, ihnen weh zu tun, in dem Sinne, dass er nicht von Boshaftigkeit getrieben war“, sagt Dr. Hickey erneut über das mutmaßliche Motiv des Täters. Durch das komplizierte Verhältnis seiner Eltern soll Jeffrey Dahmer eine pathologische Angst vor dem Verlassenwerden entwickelt haben.

Immer wieder haben Experten versucht, die Psyche von Serienmördern wie Dahmer oder auch Ted Bundy zu entschlüsseln. Auch die Serie „Monster“ versucht, die psychologischen Hintergründe zu analysieren. Fest steht, dass der „Kannibale von Milwaukee“ als einer der schlimmsten Mörder der USA zu 957 Jahren im Gefängnis verurteilt worden ist und dass kein Hintergrundwissen seine Verbrechen verständlich machen könnte.