Zweiklassengesellschaft: So schwer wird es bald für Ungeimpfte

Bald kommen in Deutschland einige Einschränkungen auf Nicht-Geimpfte zu.

, 01:32 Uhr
Zweiklassengesellschaft: So schwer wird es bald für Ungeimpfte
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Bundeskanzlerin Angela Merkel verhandelte kürzlich gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Länder die kommenden Corona-Regeln für Deutschland. Eine Impfpflicht gibt es nicht, dennoch wird der Alltag der Nicht-Geimpften kostspieliger. Auch einige Einschränkungen müssen in Kauf genommen werden.

Dies betrifft vor allem die bisher kostenlos zur Verfügung gestellten Corona-Schnelltests, die ab dem 11. Oktober selbst bezahlt werden müssen. Bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens setzen ab einer Inzidenz von 35 die „3G-Regel“ voraus. Somit muss man zum Beispiel vor dem Restaurantbesuch nachweisen, dass man entweder geimpft, genesen oder getestet ist. Dies betrifft außerdem Veranstaltungen in Innenräumen, das Kino, die Fitnessstudios, Schwimmbäder, Friseure sowie die Übernachtung in Hotels und Pensionen. Auch wer in einem Pflegeheim oder Krankenhaus jemanden besuchen möchte, muss den nötigen Nachweis erbringen.

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Die genauen Kosten für die Tests wurden bisher noch nicht festgelegt. Der Preis könnte je nach Anbieter variieren. Zurzeit erhalten die Anbieter pro Test eine staatliche Vergütung von 11,90 Euro. Von daher spekulieren die Mitarbeiter der Testzentren über eine Preisspanne von 12 bis 20 Euro. Menschen, die nicht geimpft werden können, oder für die es keine offizielle Impfempfehlung gibt, haben weiterhin den Anspruch auf kostenlose Tests.

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Ausschluss von Events und Quarantäne nach dem Urlaub

Einige Veranstalter schließen Ungeimpfte komplett aus. So dürfen zum Beispiel beim 1. FC Köln ab Ende August nur noch Geimpfte und Genesene in das Stadion. Hier bringt auch ein negativer Test keinen Einlass. Auch die Reiseorganisation wird schwieriger. Wer Urlaub im Ausland gemacht hat, muss anschließend zehn Tage in Quarantäne verbringen, wenn er oder sie nicht geimpft ist.

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