„Würde das Land zerreißen“: Spahn spricht sich gegen allgemeine Impfpflicht aus

Der Gesundheitsminister äußerte sich in einem Interview gegen eine Impfpflicht in Deutschland.

, 09:24 Uhr
„Würde das Land zerreißen“: Spahn spricht sich gegen allgemeine Impfpflicht aus

Die Corona-Infektionszahlen steigen weiterhin an. Am Freitagvormittag meldete das RKI 48.640 Neuinfektionen. Nun sprach Gesundheitsminister Jens Spahn mit dem „Spiegel“ über eine allgemeine Impfpflicht. Diese schloss der 41-Jährige jedoch klar aus.

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Demnach sei ein staatlicher Impfzwang „absurd“. „Eine allgemeine Impfpflicht würde das Land zerreißen“, warnte er weiter. „Ich habe das Bild schon vor Augen, wie wir Sahra Wagenknecht dann mit der Landespolizei zum Impfen schleppen.“ Auch wenn Spahn die Bürgerinnen und Bürger zum Impfen auffordert, sei dies weiterhin eine private Entscheidung: „Die Alternative heißt Impfung oder Infektion ohne Schutz.“

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Pflegekräfte sollen unterstützt werden

Wie der „Tagesspiegel“ berichtete, steht Spahn nicht nur der allgemeinen Impfpflicht skeptisch gegenüber. Auch das verpflichtende Impfen von Pflegekräften empfindet er als fragwürdig und sagte, er „hätte die Sorge, dass wir mit zu viel Druck viele Pflegekräfte verlieren könnten“. Stattdessen sollten die Beschäftigten täglich getestet werden.

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Des Weiteren sprach Spahn über die Coronapläne der Ampel-Koalition: „Ich finde es zumindest ziemlich mutig, alle Corona-Maßnahmen am 19. März auslaufen lassen zu wollen.“ Er fordert eine bessere staatliche Unterstützung der Pflegekräfte sowie „mehr Auffrischungsimpfungen, bessere Schutzkonzepte für alle Pflegeeinrichtungen und einen Schutzschirm für Krankenhäuser.“

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