Wissenschaftler erklärt, wieso Flaschenbier nach Cannabis riecht

Das seltsame Phänomen hat einen Grund.

, 16:05 Uhr
Wissenschaftler erklärt, wieso Flaschenbier nach Cannabis riecht

So manch einer dürfte beim Öffnen einer Bierflasche bereits festgestellt haben, dass der Geruch des Getränks an Cannabis beziehungsweise den Qualm eines Joints erinnert. Tatsächlich ist dies keine Einbildung, denn es gibt eine wissenschaftliche Erklärung für dieses Phänomen.

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Schuld daran ist eine Reaktion des Bieres, die durch Sonneneinstrahlung herbeigeführt wird. Wie genau dies funktioniert, fand im Jahre 2001 der Chemieprofessor Malcolm Forbes von der Universität North Carolina heraus. „Hopfen trägt zur Aromatisierung des Bieres bei, hemmt das Bakterienwachstum und ist weitgehend für die Stabilität des Schaums in der Schaumkrone verantwortlich. Hopfen ist jedoch lichtempfindlich, und die drei wichtigsten Verbindungen, die als lichtempfindlich identifiziert wurden, heißen Isohumulone.“

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Chemische Reaktion durch Sonneneinstrahlung

Wirkt das sichtbare oder ultraviolette Licht auf sie ein, zerfallen diese und bilden reaktive Zwischenprodukte. Schließlich führen sie zu dem besagten Geruch. Deshalb füllt man das Bier in grüne und braune Flaschen. So kann dieser Prozess etwas verlangsamt werden. „Trocken, kühl und lichtgeschützt aufbewahren“, erweist sich trotzdem weiterhin als wichtig.

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ISO-Alphasäuren entstehen beim Brauvorgang. Sie sind für die Aromatisierung des Bieres verantwortlich. Durch das Sonnenlicht verwandeln sie sich in die besagten freien Radikalen. Sie können sich durch die Einstrahlung mit bestimmten Molekülen verbinden, welche mit Terpenen verwandt sind. Dies ist ein Pflanzenstoff, der unter anderem für den Geruch und Geschmack von Cannabis verantwortlich ist. So entsteht der leicht verwechselbare Duft des Bieres.

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