WHO warnt vor neuer Infektionskrankheit

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einem „Superstamm“ der Gonorrhoe, der gegen Antibiotika resistent sein könnte.

, 14:31 Uhr
WHO warnt vor neuer Infektionskrankheit

Die Gonorrhoe ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten und überträgt sich bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr. Jetzt warnte die WHO vor einem „Super-Stamm“, der sogar resistent gegen Antibiotika sein könnte. Damit wäre die Krankheit unbehandelbar und die Folgen wären katastrophal.

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Die HIV-Gefahr steigt

Wenn eine Gonorrhoe nicht behandelt wird, steigt die Gefahr einer HIV-Übertragung. Eine Infektion der Augen, die sogar zur Blindheit führen kann, ist ebenfalls möglich. Laut „Unilad“ gibt es auf der ganzen Welt jedes Jahr etwa 90 Millionen Fälle von Gonorrhoe. Zu den häufigsten Symptomen zählt das schmerzhafte Wasserlassen. Einer von zehn infizierten Männern und fast die Hälfte der infizierten Frauen bemerkt jedoch überhaupt nichts von dieser gefährlichen Krankheit.

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Doch warum könnte der neue „Super-Stamm“ resistent gegen Antibiotika sein? Einem WHO-Sprecher zufolge liegt dies daran, dass während der Corona-Pandemie übermäßig viel Antibiotika verbraucht wird. Weil aufgrund der Corona-Situation immer weniger sexuell übertragbare Krankheiten diagnostiziert werden und weniger Menschen zum Arzt gehen, steht man nun vor einer großen Herausforderung. Viele Menschen sollen sich beispielsweise mit Azithromycin selbst behandelt haben. Dadurch wird das Auftreten von resistenten „Super-Stämmen“ begünstigt und die Krankheit wird gefährlicher als sie ohnehin schon ist.

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