Wegen Rassismus: Europa-Park baut beliebte Attraktion um

Der Freizeitpark entschied sich aufgrund von scharfer Kritik zum Umbau einer seiner ältesten Attraktionen.

, 01:53 Uhr
Wegen Rassismus: Europa-Park baut beliebte Attraktion um

Wer in den Europa-Park geht, will seine Freizeit genießen und spannende Action auf den berühmten Attraktionen erleben. Unter anderem bietet der Freizeitpark auch eine Floßfahrt an. Diese gilt als eine der ältesten und beliebtesten Attraktionen. Nun wurden die Besitzer mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert und reagierten sofort.

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Die besagte Floßfahrt soll eine „Expeditionstour“ durch „den faszinierenden Kontinent Afrika“ darstellen. Allerdings waren Studenten und Studentinnen aus Freiburg alles andere als begeistert von diesem Erlebnis. Sie arbeiteten die Eindrücke in einer Seminararbeit auf und kommen zu einem klaren Schluss: „Eine Zeit wie der Kolonialismus hat in einem Freizeitpark nichts zu suchen“.

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Gäste weisen auf problematische Darstellungen hin

Bei der Expeditionstour fahren die Besucherinnen und Besucher an einem Affen, einem Elefanten und verschiedenen Szenerien vorbei. Zusätzlich werden durch einen weißen Mann in Safari-Kleidung, neben dem eine farbige Frau in traditionellem Outfit steht, die Zeiten des Kolonialismus wiederbelebt.

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Genau dies stört die Kritiker. Dadurch, dass es sich um eine Szenerie in einem Freizeitpark handelt, würden die Motive romantisiert werden. Man würde sich nicht kritisch mit dem Thema auseinandersetzen, sondern sich einer spaßigen Floßfahrt widmen, in der es nicht um den Kolonialismus gehen sollte. Auch einige Gäste haben den Europa-Park bereits auf die problematischen Darstellungen hingewiesen.

Deshalb wurde sofort reagiert und geplant, die Attraktion umzubauen. „Manche Szenen der ‚Dschungel-Floßfahrt’, die zu den ältesten Attraktionen des Europa-Parks zählt, können nach heutigen Maßstäben fehlgedeutet werden“, erklärte ein Sprecher gegenüber der „Stuttgarter Zeitung“.