Vorstellungsgespräch Fehler: Diese 7 Fehler darfst du nicht machen

Endlich ist sie da, die heiß ersehnte Einladung zum Jobinterview. Dann heißt es jetzt für dich, dich so gut wie nur irgend möglich auf das anstehende Gespräch vorzubereiten. Dazu gehört auch, dich mit den häufigsten Fehlern im Vorstellungsgespräch zu beschäftigen. Denn tatsächlich tappen Bewerber immer wieder in die gleichen Fettnäpfchen. Welche das sind und wie du sie vermeiden kannst, verraten wir dir jetzt.

, 17:49 Uhr
Vorstellungsgespräch Fehler: Diese 7 Fehler darfst du nicht machen
Ground Picture / Shutterstock

1. Fehler: Du bist unpünktlich

Zu spät zum Termin zu erscheinen, führt die Liste der großen Fehler im Vorstellungsgespräch regelmäßig an. Kein Wunder, zeigt Unpünktlichkeit doch in den meisten Fällen, dass uns die Zeit unseres Gegenüber nicht ganz so wichtig ist. Zumindest kommt genau diese Message sehr häufig an.

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Für ein Vorstellungsgespräch ist das jedoch eine denkbar schlechte Ausgangslage. Wenn nämlich der Personaler davon ausgeht, dass dir seine Zeit herzlich egal ist oder du es nicht für nötig hältst, pünktlich zu erscheinen, kannst du gegen diesen ersten Eindruck nur noch sehr schwer ankämpfen.

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Übrigens: Ein Fehler ist nicht nur, dass du zu spät zu dem Termin erscheinst. Auch Bewerber, die deutlich zu früh zum Vorstellungsgespräch kommen, machen damit keinen guten Eindruck. Ob zu früh oder zu spät, du zeigst damit, dass du offensichtlich nicht in der Lage bist, zu einer verabredeten Uhrzeit am Treffpunkt zu sein. Vermutlich denkt sich der Personaler, dass du auch später, wenn du in der Firma arbeiten solltest, Probleme mit konkreten Terminen haben könntest  – und das spricht ganz deutlich gegen deine Einstellung.

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Was hilft? Ganz einfach: Pünktlich sein. Wie du Pünktlichkeit lernen kannst, erfährst du in unserem Artikel zum Thema.

 

2. Fehler: Du vergisst den Namen deines Ansprechpartners

Klar, in einem Vorstellungsgespräch bist du nervös, da kann man schonmal das ein oder andere vergessen. Der Name des Personalers und der anderen Personen, die das Bewerbungsgespräch mit dir führen, sollte jedoch nicht dazu gehören.

Um diesen häufigen Fehler im Vorstellungsgespräch zu vermeiden, kannst du dir den Namen deines Ansprechpartners vorher notieren. Denn in der Regel steht in deiner Einladung zu dem Vorstellungsgespräch, wer das Jobinterview mit dir führen wird.

Und da du Stift und Papier ohnehin zu deinem Vorstellungsgespräch mitbringst, schreibst du dir die Namen der betreffenden Personen einfach vorab dort auf. So kann es dir nicht passieren, dass du im Gespräch einen Blackout hast und nicht mehr weißt, wie du den Personaler ansprechen sollst.

 

3. Fehler: Du trägst deine Selbstpräsentation auswendig vor

Wer zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, der sollte sich so gut wie möglich auf das Interview vorbereiten. Das gilt besonders für die häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch, denn die werden dich vermutlich erwarten. Eine dieser Fragen lautet zum Beispiel: „Wie würden Sie sich einer außenstehenden Person beschreiben?“ Oder „Was sollten wir unbedingt über Sie wissen?“

Mit anderen Worten: Diese Fragen sind eine Aufforderung zur Selbstpräsentation. Der Personaler möchte also nun etwas über deine Persönlichkeit, Werte und Vorstellungen, aber auch über deine Arbeitsweise und Motivationsfähigkeit erfahren.

Wenn deine Selbstpräsentation jedoch so aussieht, dass du einen vorab auswendig gelernten Text vorträgst, dürftest du dieses Ziel deutlich verfehlen. Der Personaler möchte im Vorstellungsgespräch nicht dein Gedächtnis testen, sondern erfahren, ob du ins Team und Unternehmen passen könntest.

Statt einen Text oder Textbausteine auswendig zu lernen, solltest du dir lediglich Stichworte notieren, die zu den einzelnen Fragen passen. Im Vorstellungsgespräch weißt du dann bereits, was du sagen möchtest und hast gleichzeitig genügend Spielraum für eine individuelle und spontane Formulierung. Das wirkt auf jeden Fall sympathischer als ein auswendig gelernter Vortrag.

 

4. Fehler: Du reißt deinen Ex-Chef rein

Ebenfalls ein Punkt in nahezu jedem Vorstellungsgespräch ist die Frage nach dem aktuellen Arbeitsplatz oder danach, warum du dich jetzt bei einer anderen Firma bewirbst. Mach nun auf gar keinen Fall den Fehler, über deinen Noch- oder Ex-Chef schlecht zu reden. Obwohl man diesen Hinweis wirklich sehr häufig liest, gibt es immer noch Bewerber, die sich nicht daran halten und die Frage nach dem aktuellen Job als Anlass dafür nehmen, jetzt mal so richtig über ihren Chef herzuziehen.

Lass es! Denn dieser Fehler im Vorstellungsgespräch dürfte dich mit ziemlicher Sicherheit den neuen Job kosten. Kein Arbeitgeber möchte Mitarbeiter haben, die sich bei der erstbesten Gelegenheit illoyal verhalten. Alles was du über deinen aktuellen Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch sagst, wird auf dich zurückfallen.

Halte dich also lieber bedeckt und gib wirklich nur das Allernötigste preis. So kannst du zum Beispiel sagen, dass du aktuell bei deinem Arbeitgeber nicht den nötigen Entwicklungsspielraum siehst, den du für dich gerne hättest und daher auf der Suche nach einer neuen Herausforderung bist. Fertig.

 

5. Fehler: Du vergisst Nachfragen

Ebenfalls kein Geheimnis, sondern ein weiterer Klassiker, auf den man als Bewerber im Vorstellungsgespräch gefasst sein sollte ist die Frage des Personalers, ob man denn noch Fragen zum Unternehmen oder der Stelle hat.

Und auch hier machen immer wieder Kandidaten den Fehler, sich auf diese Frage nicht vorzubereiten. Überleg dir daher vor dem Gespräch, welche Dinge du von dem Personaler wissen möchtest. Fakten, die du selbst mit ein paar Klicks recherchieren kannst, gehören jedoch nicht dazu. Dieser Fehler im Vorstellungsgespräch könnte eher zeigen, dass du zu faul warst, dich gründlich über das Unternehmen zu informieren.

Besser: Du stellst eine Rückfrage, mit der du zeigst, dass du dich bereits mit deiner zukünftigen Position im Unternehmen beschäftigt hast. Zum Beispiel: „Welche Kenntnisse und Fertigkeiten müsste ich nach der Einarbeitungszeit unbedingt beherrschen?“ Oder: „“Welche Eigenschaften müsste ich mitbringen, um der ideale Kandidat für die Position zu sein?“

 

6. Fehler: Du kritisiert das Unternehmen

Zu einer guten Unternehmenskultur gehört, dass die Mitarbeiter jederzeit konstruktive Kritik äußern können, ohne sich damit unbeliebt zu machen. Du solltest natürlich darauf achten, dass das auch bei deinem Arbeitgeber in spe möglich ist. Jedoch wäre es ein Fehler, das im Vorstellungsgespräch herausfinden zu wollen.

Wenn du zum Beispiel aufgefordert wirst, ein wenig darüber zu erzählen, was du über die Firma weißt und diese Aufforderung dazu nutzt, auf widersprüchliche Angaben im Netz hinzuweisen, dürfte das nicht das sein, was der Personaler hören möchte.

Es geht eben nicht darum, dass du dem Personaler Fehler auf der Firmenhomepage unter die Nase hältst. Das kannst du eher dann – in einer freundlichen Art und Weise! – machen, wenn du den Vertrag schon unterschrieben hast. Im Vorstellungsgespräch sind nur positive Dinge über das Unternehmen gefragt. Bereite also ein paar nette Fakten vor, die du im Gespräch vortragen kannst. Idealerweise haben diese Dinge einen Bezug zu dir oder deinem Lebenslauf.

 

7. Fehler: Du trägst die falsche Kleidung

Im Minirock oder zerrissener Jeans zum Vorstellungsgespräch erscheinen? Auch das dürfte mit ziemlicher Sicherheit ein Fehler sein. Auch dann, wenn du dich bei einem Unternehmen bewirbst, das sich selbst als eher unkonventionellen Arbeitgeber sieht.

Ein Vorstellungsgespräch ist und bleibt eine Situation, in der ein gepflegtes Erscheinungsbild gefragt ist. Dazu gehört der richtige Dresscode für das Vorstellungsgespräch ebenso wie saubere und gebügelte Klamotten.

Übrigens: Zum Auftreten gehört auch, wie du dich vor dem Gespräch den anderen Mitarbeitern und Bewerbern gegenüber verhältst. Wenn du den Assistenten am Empfang von oben herab behandelst und die übrigen Kandidaten keines Blickes würdigst, dürfte das dem Personaler zu Ohren kommen – und wie du dir denken kannst, deine Chancen auf den Arbeitsvertrag deutlich mindern.

Daher: Sobald du das Firmengebäude betrittst, gilt Professionalität. Behandle alle Personen respektvoll und vergiss nicht, dich für Hilfe und Antworten auf deine Fragen zu bedanken. Dann wird das schon!