Volkswagen stellt Produktion eines Klassikers ein – Nach 75 Jahren ist Schluss

Der Autobauer Volkswagen hat seine Kunden kürzlich mit einer drastischen Entscheidung überrascht. Worauf Auto-Fans künftig verzichten müssen.

02.02.2024, 15:50 Uhr
Volkswagen stellt Produktion eines Klassikers ein – Nach 75 Jahren ist Schluss
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Nach 75 Jahren ist nun Schluss und der Autobauer Volkswagen stellt einen Klassiker unwiderruflich ein. Hierbei geht es auch nicht unbedingt um ein spezielles Modell, sondern um viel mehr. Konkret wird VW in der Zukunft kein Cabrio-Modell mehr anbieten. Seit dem weltberühmten „Käfer“ hat der Wolfsburger Konzern immer wieder von seinen Modellen eine Cabrio-Variante rausgebracht. Viele von ihnen sind mittlerweile gesuchte und teure Klassiker – man denke zum Beispiel an einen Käfer Cabrio, der damals eigens bei Karmann in Osnabrück gefertigt wurde und den es bereits seit dem Jahr 1949 gab, oder den gesuchten Karmann-Ghia, jenes zweitürige Sport-Coupé mit Boxermotor, der in einer geringen Stückzahl auch als Cabrio gebaut wurde. 

Später erschien in größerer Stückzahl auch der Golf in einer „nackten“ Version, der als Golf I noch liebevoll „Erdbeerkörbchen“ genannt wurde - auch wegen seiner, als Überrollbügel verstärkten B-Säule, die an einen Korbgriff erinnerte. Als letzter Golf ohne Dach lief die Cabrio-Version bereits im Jahr 2016 vom Band; einen Nachfolger gab es nicht mehr. In so einer langen Zeit haben diese speziellen, immer teureren Modelle eigentlich einen festen Platz im Modell-Portfolio des Hauses Volkswagen verdient, allerdings sollen sie in Zukunft dem Rotstift zum Opfer fallen. Ein Sprecher des Unternehmens nannte sie mittlerweile ein „Nischenprodukt“. 

Drastische Maßnahme: Volkswagen stoppt Produktion von zwei Modellen Drastische Maßnahme: Volkswagen stoppt Produktion von zwei Modellen
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Volkswagen entscheidet sich überraschend gegen das Cabrio

Das letzte dachlose Modell war der VW T-Roc, der im Jahr 2019 auch als Cabrio angeboten wurde. Angeblich ist das Modell bei den Kunden nicht besonders gefragt gewesen. In Zahlen sah es so aus, dass der „normale“ T-Roc in den ersten elf Monaten des letzten Jahres rund 190.000-mal verkauft wurde, während sich nur rund 12.000 Kunden für die Cabrio-Variante entschieden haben. Andere Modelle, die von Volkswagen als Cabrio gebaut wurden, existieren sowieso nicht mehr. Die ganze Entscheidung ist doppelt schade, denn ein Auto und insbesondere ein Cabriolet wird oft mit Emotionen verbunden und nicht unbedingt mit Überlegungen der Rationalität.

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Mit Sicherheit sind Kombis und eckige SUVs praktischer und preiswerter, aber zum Autofahren hat auch immer der Fahrspaß gehört. Und da sind die Autos ohne Dach nun mal der absoluten Freiheit am nächsten. Bis heute sind diese Modelle nicht ohne Grund deutlich gefragter als Gebrauchtwagen, wie ihr Standard-Pendant. Wer also weiter nach Cabrios bei VW sucht, muss sich zukünftig bei den Konzerntöchtern Audi und Porsche umsehen. Dort ist der Einstieg allerdings in der Regel deutlich teurer als er es früher bei VW war.

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