Versorgungskrise in England: Bürger prügeln sich um Benzin

Leere Supermarktregale und Treibstoffknappheit sorgen für chaotische Zustände in England.

, 16:14 Uhr
Versorgungskrise in England: Bürger prügeln sich um Benzin

Benzin und Diesel gelten in Großbritannien bereits seit einigen Wochen als Mangelware. Die Situation eskalierte kürzlich so, dass sich die Bürgerinnen und Bürger um die wenigen übriggebliebenen Liter Treibstoff prügelten.

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Grund für die Versorgungskrise sind fehlende Arbeitskräfte. Treibstoff wäre ausreichend vorhanden, allerdings gibt es nicht genügend Lkw-Fahrer, die das Benzin zu den Tankstellen transportieren. Auch Supermarktregale blieben in England leer. Hinzu kommen erhebliche Verzögerungen in der Logistik- und Baubranche. Durch den Brexit haben die meisten ausländischen Arbeitskräfte das Land verlassen. Dadurch entstand bereits ein großer Personalmangel. Die Corona-Pandemie verzögerte zusätzlich die Ausbildung neuer Fachkräfte.

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Kein Benzin durch Personalmangel

Dies führte dazu, dass laut der „Tagesschau“ bis zu 90 Prozent der Tankstellen das Benzin ausging. Besonders hart traf es die Regionen rund um London. Es kam zu langen Schlangen und Panikkäufen. Einige Bürgerinnen und Bürger wurden sogar handgreiflich und prügelten sich um den letzten Rest des Treibstoffs. Sie stellten sich vor die Autos, die auf sie zufuhren, um zu verhindern, dass diese das letzte Benzin bekamen.

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Mittlerweile hat Boris Johnson das Militär hinzugezogen. Einige Soldatinnen und Soldaten übernahmen den Transport des Benzins. Fahrprüfer des britischen Verteidigungsministeriums begannen kürzlich mit der Eilausbildung neuer Lkw-Fahrer.

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