Urteil verkündet: Kinderporno-Prozess gegen Christoph Metzelder

Der Ex-Fußballprofi hat ein Teilgeständnis abgelegt.

Veröffentlicht am , 15:32 Uhr
Urteil verkündet: Kinderporno-Prozess gegen Christoph Metzelder

Nachdem Christoph Metzelder ein Teilgeständnis ablegte, kam es zu einem schnellen Urteil. Der Ex-Nationalspieler bekam von der Richterin ein Angebot und kämpft mit seinen Gefühlen. Die Tatsache, dass er sein altes Leben mit ein paar WhatsApp-Bildern zerstört hat, macht ihn fertig.

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Amtsgericht Düsseldorf: Das Urteil im Kinderporno-Prozess gegen Christoph Metzelder

Wie „focus“ berichtet wurde Christoph Metzelder von der Richterin zu zehn Monate Haft auf Bewährung verurteilt. Er ist schuldig und hat via WhatsApp im Sommer bis September 2019 an drei Frauen 26 Missbrauchsbilder und Videos verschickt. Zusätzlich sicherten die Ermittler bei einer Razzia im Herbst 2019 fast 300 kinder- und jugendpornografische Dateien, die sich auf dem Handy befanden. Metzelder selbst räumt den Besitz der Dateien zwar nicht ein, aber für die Richterin besteht kein Zweifel an dem Tatbestand.

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Strafmildernd war, dass der Angeklagte noch nie zuvor Konflikte mit dem deutschen Gesetz hatte und dass er die Dateien an Frauen geschickt hatte, die er kannte. Hätte er die Dateien beispielsweise in Chats verbreitet und an Fremde weitergeschickt, wäre das Urteil vielleicht härter ausgefallen. Metzelder ging bei den Frauen davon aus, dass sie die Aufnahmen für sich behalten würden und nicht weiterleiten. Die Richterin wertete die Einlassung Metzelders als „aufrichtige und ehrliche Reue“. Denn aufgrund dieses Vorfalls seien auch berufliche Eckpfeiler nach Bekanntwerden der Vorwürfe weggebrochen. Metzelder muss jetzt zwei Jahre straffrei bleiiben und bei Wohnortwechsel das Gericht informieren.

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