„Unglaublich erniedrigend“: GNTM-Gewinnerin Alex bricht ZDF-Dreh ab

Nach dem Abbruch richtete Alex Mariah Peter bewegende Worte an ihre Fans.

, 22:39 Uhr
„Unglaublich erniedrigend“: GNTM-Gewinnerin Alex bricht ZDF-Dreh ab
Alex Mariah Peter/Instagram

Als erste Trans-Frau gewann Alex Mariah Peter die Castingshow „Germany’s Next Topmodel“. Eigentlich spricht die 24-Jährige selten über ihr Privatleben. Auch ihre Vergangenheit als Junge ist ein schwieriges Thema für das Topmodel. Innerhalb des ZDF-Formats „13 Fragen“ sollte sich die junge Frau jedoch genau dazu äußern.

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Im Rahmen des Formats solle man „Streiten und Debattieren mit Respekt“. Alex Auftritt nahm jedoch eine unerwartete Wendung. Sie fühlte sich so unwohl, dass sie den Dreh abbrechen musste. Im Rahmen der Show treffen Menschen mit unterschiedlichen Meinungen aufeinander und debattieren über die wichtigsten Themen der aktuellen Zeit.

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Alex Mariah teilte zuerst einige Eindrücke vom Set mit ihren Fans auf Instagram. Doch schon kurze Zeit später folgte ein Video aus einem Taxi, in dem sie erklärte, dass sie den Dreh abgebrochen habe. In der Folge ging es um das Transsexuellengesetz und die Planung eines Selbstbestimmungsgesetzes. Um eine Personenstandsänderung zu erreichen, müssen Transsexuelle aktuell noch ein langes und demütigendes Gerichtsverfahren durchlaufen. Das von der Ampelkoalition geplante Selbstbestimmungsgesetz soll diesen Prozess nun erleichtern.

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Alex Mariah Peter/Instagram

„Ich will aufgeben, ich kann nicht mehr“

Alex berichtet auf ihrem Instagram Account, dass die Gegenseite in der Diskussion sehr verständnislos reagierte. Sie sollte über persönliche Erfahrungen reden und sprach zudem sexuelle Gewalt an, die sie selbst erlebt hatte. „Als ich den Antrag für meine Geschlechtsangleichende-Operation bei der Krankenkasse gestellt habe, habe ich schon etwas wie Lebensmüdigkeit empfunden. Ich hatte keine Suizidgedanken, aber es war anstrengend und ich habe wirklich teilweise gedacht, ich will aufgeben, ich kann nicht mehr“, berichtet Alex aufgelöst. Insbesondere deshalb wollte sie sich für das Selbstbestimmungsgesetz einsetzen.

Alex wurde die Konfrontation in der Sendung schließlich zu viel: „Mit jeder Minute habe ich gemerkt, dass ich mich irgendwo auch selbst beschützen muss. Dass das was hier gerade passiert, mich, wenn ich bis zum Ende hier stehe in einer Art und Weise traumatisieren wird, sodass ich dieses Buch wieder zumache und jeden Menschen was diese Thematik angeht, ausschließen werde. Somit wäre dies eigentlich genau das Gegenteil des Resultats der Sendung gewesen, als die Motivation, mit der ich hin bin.“