Trotz Rundfunkbeitrag: ARD verlangt Geld für neue App

Nutzer müssen für die neue App zusätzlich zahlen.

, 19:35 Uhr
Trotz Rundfunkbeitrag: ARD verlangt Geld für neue App
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In Deutschland muss jeder Haushalt den Rundfunkbeitrag bezahlen – dieser ist verpflichtend. Jährlich kassiert ARD damit rund 5,9 Milliarden Euro, mit denen ihr Journalismus und ihre Medienproduktionen finanziert werden. Doch nun hat die ARD ein neues Konzept ins Leben gerufen, das für alle Nutzer zusätzlich kosten soll.

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Proteste im Bundestag

Mit einer neuen App stellt die ARD das Abo-Modell „ARD plus“ zur Verfügung, das 4,99 Euro im Monat kostet. Damit möchte der Sender verschiedene Serien den Usern weiterhin zur Verfügung stellen, für die er keine Rechte mehr hat. Diese wandern dann von der kostenlosen Mediathek in die neue App. Will die ARD damit noch mehr Geld einnehmen, als sie ohnehin schon durch die Rundfunkgebühren bekommt? Besonders in der Politik wird dagegen protestiert. Thomas Hacker aus der FDP fordert im Bundestag: „Ein kostenpflichtiges Streaming-Angebot der ARD darf keine zusätzliche Einnahmequelle sein, sondern muss dann mit Rundfunkbeiträgen und Werbeeinnahmen gegengerechnet werden. Es ist nicht Auftrag der ARD, in den Streaming-Wettbewerb mit Magenta TV, Amazon und Co. zu treten.“

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Laut der BILD ist es so, dass man bei „ARD plus“ hauptsächlich Titel findet, die man bei Konkurrenten wie Netflix oder Amazon Prime Video bereits sehen kann. Damit würde „ARD plus“ zu einem neuen Streaming-Anbieter werden – und das und kommerziellen Sinne.

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