Tragischer Tod: „Lost Places“-Fotograf wird Hobby zum Verhängnis

Der 43-Jährige kletterte auf ein morsches Dach und brach ein.

, 21:24 Uhr
Tragischer Tod: „Lost Places“-Fotograf wird Hobby zum Verhängnis

Sogenannte „Lost Places“ zu fotografieren, hat sich schon vor mehreren Jahren zum Trend etabliert. Die verlassenen Orte beeindrucken durch eine einzigartige Atmosphäre, die Fotografen und Künstler anlockt. Doch die teilweise zerstörten Gebäude und morschen Schauplätze bürgen Gefahren.

Anzeige

Dies wurde kürzlich dem Fotografen Michael B. aus Kamen zum Verhängnis. „Er liebte die verlassenen Orte und die Geschichte dieser Orte. Wir waren fast jeden Tag unterwegs, um diese zu erkunden, den Alltag hinter sich zu lassen. Als er sich einen Tag nicht meldete, machten wir uns auf die Suche, wir fanden sein Auto“, schrieb ein Freund des 43-Jährigen auf Facebook.

Anzeige

Dach stürzte ein

Am vergangenen Samstag wurde die Leiche des Fotografen auf dem verlassenen Betriebsgelände der stillgelegten ESW-Röhrenwerke in Eschweiler gefunden. Der 43-Jährige soll auf das Dach geklettert und anschließend eingebrochen sein. Er verschaffte sich mit gestapelten Holzpaletten Zugang zu einer Feuerleiter. „Nach jetzigem Kenntnisstand war der Mann bereits am Samstag auf ein Dach der stillgelegten Produktionshallen geklettert und eingestürzt. Wir gehen bislang davon aus, dass der Mann durch den Sturz und den Aufprall starb“, erklärte ein Sprecher der Polizei gegenüber der „Bild“-Zeitung.

Anzeige

Michael gelangte über nahegelegene Gleise auf das Gelände. Die Staatsanwaltschaft hat nun eine Obduktion angeordnet, um die Todesursache noch einmal bestätigen zu können.

Nächster Artikel