Tote Labor-Affen bei Neuralink: Musk plante bereits Versuche am Menschen

Gegen Neuralink werden schwere Vorwürfe erhoben.

, 07:31 Uhr
Tote Labor-Affen bei Neuralink: Musk plante bereits Versuche am Menschen
IMAGO / Future Image

Elon Musks Unternehmen „Neuralink“ hat es sich zum Ziel erklärt, mit implantierten Hirn-Chips schwere Krankheiten zu behandeln. Für dieses Jahr waren bereits die ersten Versuche am Menschen geplant. Doch es sollen insgesamt 16 von 23 Labor-Affen des Konzerns verstorben sein.

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Die Organisation „Ärzte für eine verantwortungsbewusste Medizin“ klagt nun gegen Musks Unternehmen sowie gegen die amerikanische Universität UC Davis. Sie wirft dem Milliardär vor, dass gleich mehrere Affen verstarben, nachdem an ihnen Neuralinks Gehirn-Computer-Schnittstelle getestet wurde. Wie unter anderem der „stern“ berichtet, sind von ursprünglich 23 Tieren nur noch sieben am Leben.

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Die Organisation gibt an, dass ihnen ein 600 Seiten langer Bericht vorläge. Aus diesem soll hervorgehen, dass die Affen verstorben sind und dass sie zuvor missbräuchlich behandelt wurden. Die Einsicht in die besagten Unterlagen hatte sich die Organisatin im vergangenen Jahr vor Gericht erstritten.

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Andrus Ciprian/Shutterstock

Musk dementiert Vorwürfe

Vielen Tieren soll extremes Leid widerfahren sein. Manchen wurde bis zu zehn Mal operativ der Schädel geöffnet. Andere Affen habe man stundenlang an Stühle gefesselt oder eingesperrt. Zudem werden Hirnblutungen, Geschwüren und schwere Entzündungen erwähnt. „Ich denke, dass Neuralink sehr gut im Marketing ist und sehr selektive Videos erstellt. Aber die Realität ist viel düsterer, wenn man sich genauer anschaut, was diese Implantate für die Tiere bedeuten, denen sie ins Gehirn eingesetzt werden“, erklärt Jeremy Beckham, Tierschützer des Ärzteausschusses PCRM.

Musk dementierte sämtliche Vorwürfe und äußerte sich gegenüber der „Daily Mail“ wie folgt: „Neuralink unternimmt große Anstrengungen, um die Tiere zu versorgen. Wir führen keine Forschungsarbeiten an der UC Davis durch – das ist eine fast ausschließlich staatlich finanzierte Einrichtung. Sie stellen uns eine kleine Anzahl von Makakenaffen zur Verfügung, und wir kümmern uns sehr gut um sie.“

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