Recherche zeigt: TikTok verdient mit bettelnden Kindern

Eine grausame Masche des Unternehmens wurde aufgedeckt.

, 17:47 Uhr
Recherche zeigt: TikTok verdient mit bettelnden Kindern
Shutterstock/Ti Vla

Dass es in der Welt ungerecht zugeht und viele große Unternehmen vom Leid und der Armut der Menschen profitieren, ist eigentlich nichts Neues. Doch jetzt scheint auch TikTok seine Finger im Spiel zu haben, wie eine erschreckende Recherche des britischen Senders BBC zeigt. Auf der Social-Media-Plattform sind eine Reihe sehr ähnlicher Livestreams aufgetaucht, die viele sehr verdächtig finden. In diesen Livestreams sieht man meist Kinder in syrischen Camps, die um Geld bitten.

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Doch das gespendete Geld kommt meist überhaupt nicht bei den Kindern an, wie die Recherche offenlegt. Laut BBC ziehen Vermittler durch die Flüchtlingslager und stellen den Familien TikTok-Accounts mit genug Abonnenten zur Verfügung, genauso wie die technische Ausrüstung, um Livestreams zu veranstalten. Auch SIM-Karten werden den Familien gegeben.

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TikTok steckt dahinter

Die Vermittlungspersonen haben zugegeben, dass sie mit Agenturen zusammenarbeiten, die mit China und im Nahen Osten sogar mit TikTok verbunden sind. Laut den Vermittlern sind diese Livestreams also eine globale Strategie von TikTok, um den Geldfluss und die Nutzungszeit der App zu steigern.

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In der Doku wird auch deutlich, dass die Vermittler den Familien hauptsächlich britische SIM-Karten geben. Das liegt daran, dass in Großbritannien wohl verhältnismäßig sehr viel Geld auf TikTok gespendet wird und man deshalb möchte, dass dort die Videos ausgespielt werden. Der TikTok-Algorithmus wertet die Handynummer der User aus, und so hoffen die Vermittler darauf, auf diese Weise besser in den britischen Feeds, auch For You Page genannt, landen zu können.