„The Watcher“: Die wahre gruselige Geschichte hinter der Netflix-Serie

Die neue Serie basiert auf wahren Begebenheiten.

, 17:45 Uhr
„The Watcher“: Die wahre gruselige Geschichte hinter der Netflix-Serie
Eric Liebowitz/Netflix © 2022

Nachdem die True-Crime-Serie „Dahmer“ hohe Wellen schlug, brachten die Macher Ryan Murphy und Ian Brennan gleich das nächste Highlight raus. Auch diesmal handelt es sich um eine gruselige Serie, die auf wahren Begebenheiten basiert. In „The Watcher“ geht es um eine Familie, die in ein neues Traumhaus zieht und nicht ahnt, was dort auf sie zukommt.

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Denn Boulevard 657 wird beobachtet. Sie erhalten seltsame Briefe und es geschehen mysteriöse Dinge auf dem Dachboden, im Keller und schließlich sogar in den Schlafzimmern. Der Fall des Watchers konnte tatsächlich bis heute nicht geklärt werden.

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Auch, wenn sich die Serienschöpfer ein paar künstlerische Freiheiten erlaubten, wurde die Familie, die in das Haus einzog, tatsächlich von einer unbekannten Person terrorisiert. Derek Broaddus und seine Frau Marie kauften das Haus im Jahr 2014. Den ersten Drohbrief erhielten sie, anders als in der Serie dargestellt, bereits während der Renovierungsarbeiten. Der Absender erklärte, dass sein Großvater in den 20er-Jahren und sein Vater in den 60er-Jahren das Haus „beobachtet“ hatten und er nun diese wichtige Aufgabe übernimmt.

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Wer ist der „Watcher“?

Die nächsten Briefe wurden immer unheimlicher. Darin wurde der Tagesablauf der Familie detailliert beschrieben sowie die Ermordung ihrer Kinder angedeutet. „Ihr habt Kinder. Ich habe sie gesehen. Bisher habe ich drei gezählt. Sind noch mehr unterwegs? Müsst ihr das Haus mit dem jungen Blut füllen, nach dem ich verlangt habe? […] Sobald ich ihre Namen kenne, werde ich nach ihnen rufen und sie zu mir führen“, stand in einem der Briefe. Die Broadduses informierten die Behörden und sogar das FBI begab sich auf die Suche nach dem „Watcher“. Doch die langwierigen Ermittlungen führten zu keinem Ergebnis. Man verdächtigte zuerst die merkwürdige Nachbarschaft. Dann ging man davon aus, dass eine Person, die das Haus eigentlich kaufen wollte, die Briefe verschickte, damit die Broadduses ausziehen. Später wurde die Familie sogar selbst verdächtigt, da man annahm, sie hätten sich mit dem Kauf finanziell übernommen.

Man fand schließlich einen Speichelabdruck auf den Umschlägen, der klar einer weiblichen Person zugeordnet werden konnte. Dennoch konnte man die Frau hinter der DNA nicht ausfindig machen. Die Familie wollte das Haus verkaufen, was schließlich im Jahr 2019 gelang. Die neuen Bewohner haben keinen Brief mehr vom Watcher erhalten.