Supervulkan: Forscher warnen vor Ausbruch in Kalifornien

US-Forscher äußerten sich zur potenziellen Gefahr der Long Valley Caldera.

, 14:39 Uhr
Supervulkan: Forscher warnen vor Ausbruch in Kalifornien

Als „Supervulkane“ werden die weltweit größten Vulkane bezeichnet. Die Long Valley Caldera im kalifornischen Gebirge Sierra Nevada zählt auch dazu. Dieser brach das letzte Mal vor rund 760.000 Jahren aus. Experten befürchten nun, dass sich dieses Szenario bald wiederholen könnte.

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Ausbrüche von Supervulkanen sind mit normalen Vulkanen nicht zu vergleichen. Sie explodieren und reißen dabei riesige Löcher in die Erde, die einen Durchmesser von bis zu hundert Kilometer haben können. US-Forscher untersuchten den Supervulkan von Sierra Nevada, um sein Gefahrenpotenzial einschätzen zu können.

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Geophysiker Lühr äußert sich

Im Jahre 2018 veröffentlichte man die Ergebnisse im Magazin „GeoScienceWorld“. Die Forscherinnen und Forscher stellten eine große Menge Magmaschmelz unter dem Krater fest. Zwischenzeitlich stiegen Rauchsäulen auf, die ebenfalls für einen möglichen Ausbruch sprechen. Die Long Valley Caldera ist 32 Kilometer lang, 18 Kilometer breit und stellenweise mehr als 900 Meter tief.

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Der Geophysiker Birger-Gottfried Lühr sagte gegenüber dem Magazin „Travelbook“, dass man mit „mit globalen Auswirkungen rechnen“ müsse, wenn ein Ausbruch vom selben Ausmaß wie vor 760.000 Jahren stattfinden würde. Eine Eruptionsvorhersage ist laut Lühr eine schwierige Angelegenheit. Allerdings hält er trotzdem gegen die besorgten Stimmen und hält einen Ausbruch des Supervulkans eher für unwahrscheinlich: „Die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruches in den nächsten Jahren ist, unter der Voraussetzung, dass sich Aktivitätsparameter wie Seismizität, Deformation, Entgasung etc. nicht ändern, als eher gering einzuschätzen.“

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