Studien zeigen Herzmuskelentzündungsrisiko nach Corona-Impfung

Die Komplikation tritt am häufigsten bei jungen Männern auf.

, 16:16 Uhr
Studien zeigen Herzmuskelentzündungsrisiko nach Corona-Impfung

Das Risiko nach der Corona-Impfung an einer Nebenwirkung zu leiden, ist gering. Dennoch kommt es vor, dass Geimpfte mit Konsequenzen zu kämpfen haben. Insbesondere die Herzmuskelentzündung ist häufiger vertreten als vorerst angenommen.

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Wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtete, seien von der besagten Nebenwirkung am häufigsten junge Männer und männliche Jugendliche betroffen. Der mRNA-Impfstoff der Herstellers Moderna wird seit Anfang November in Island gar nicht mehr eingesetzt. In Schweden und Finnland wird das Vakzin vorerst nicht mehr an unter 30-Jährige verimpft. Auch in Deutschland empfiehlt die STIKO für unter 30-Jährige nur noch das Vakzin der Firma Biontech/Pfizer.

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Wie die „New York Times“ berichtete, überlegt man in Großbritannien, Hongkong und Norwegen, auch den Biontech-Impfstoff bei jungen Menschen nur noch eingeschränkt zu verwenden. Demnach könnte man nur noch eine Einzeldosis anstatt eine Zweifachimpfung erhalten. Studien aus Israel und Skandinavien sowie ein Bericht der kanadischen Gesundheitsbehörde sind sich einig, dass das Risiko, nach der Impfung an einer Herzmuskelentzündung zu erkranken, für junge Männer höher ist.

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Verlauf der Herzmuskelentzündung in 95 Prozent der Fälle „mild“

80 Prozent der Betroffenen sind männlich. Auch eine Herzbeutelentzündung ist möglich. Die Komplikation trat zumeist kurz nach der zweiten Dosis des mRNA-Impfstoffs auf. Die Studien zeigten, dass insbesondere 16- bis 24-Jährige betroffen waren.  

Die Symptome einer Myokarditis sind unspezifisch. Es können Müdigkeit, Schwäche, Atemnot, Herzrasen, Schmerzen und Herzrhythmusstörungen auftreten. Die Diagnose wird durch ein EKG, eine Blutabnahme sowie eine allgemeine Untersuchung gestellt. Zur Behandlung stehen unterschiedliche Medikamente zur Verfügung. Außerdem muss der Körper geschont werden.

Der Bericht von „Public Health Ontario“ zeigte, dass in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen beim Impfstoff Moderna nach der zweiten Impfung 263,2 Fälle pro eine Million Dosen auftraten. Bei Biontech/Pfizer handelte es sich um 37,4 Fälle pro eine Million Dosen. Die israelische Studie bestätigte 136 Fälle zwischen dem 20. Dezember 2020 und dem 31. Mai 2021. In 95 Prozent der Fälle, fiel die Komplikation mild aus. Eine Analyse des Vaccine Safety Datalink aus den USA bestätigte, dass die Myokarditis am häufigsten innerhalb einer Woche nach der Impfung auftrat. Verspürt man in dieser Zeit Symptome, sollte man sich an einen Arzt wenden.

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