Studie: Niederfallender Weltraumschrott wird zur tödlichen Gefahr

Das Risiko ist in bestimmten Regionen besonders hoch.

14.12.2022, 14:58 Uhr
Studie: Niederfallender Weltraumschrott wird zur tödlichen Gefahr
Frame Stock Footage/Shutterstock
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Im Weltraum tummelt sich bereits seit Jahren Schrott, der bisher für die Menschheit kein großes Problem dargestellt hat. Laut einer Studie aus Kanada könnte sich das aber schon bald ändern. Der Weltraumschrott könnte immer häufiger auf die Erde fallen und für teils tödliche Unfälle sorgen.

Grundlage für diese Behauptung ist unter anderem der Umstand, dass aktuell so viele Raketenstarts wie noch nie in der Geschichte der Menschheit unternommen werden. 2021 wurde ein neuer Höchststand erreicht. Bei über 60 Prozent der Starts werden Raketenteile im All zurückgelassen. So entsteht der Weltraumschrott. Früher oder später kann dieser auf die Erde fallen und je nach Größe und Schwere für Unfälle sorgen.

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Risiko in bestimmten Regionen besonders hoch

Von dieser Gefahr sind bestimmte Regionen auf der Welt besonders betroffen. Die meisten Raketen starten aus der Gegend des Äquators. Demnach sind Großstädte wie Jakarta, Mexico City und Lagos einem dreimal höheren Risiko ausgesetzt, von Weltraumschrott getroffen zu werden. Schlechte Gebäudestrukturen und Armut erhöhen die Gefahr, dass die Raketenteile Häuser zerstören. Ungefähr 80 Prozent der Weltbevölkerung lebt in ungeschützten oder unzureichend überdachten Behausungen.

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Es fielen bereits 23 Tonnen schwere Trümmerteile auf die Erde. Glücklicherweise landeten sie im indischen Ozean und verletzten niemanden. Es ist jedoch unmöglich, genau vorherzusagen, wo der Weltraumschrott die Erde trifft.

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