Studie: Kiffen kann Jugendlichen schaden

Eine Langzeitstudie mit 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern lieferte überraschende Ergebnisse.

, 20:04 Uhr
Studie: Kiffen kann Jugendlichen schaden

In immer mehr Ländern wird der Verkauf von Marihuana legalisiert. Auch in Deutschland gibt es viele Befürworter für die Entkriminalisierung von Cannabis. Die Gegenseite sieht Cannabis als Einstiegsdroge. Insbesondere bei Jugendlichen ist das Kiffen verbreitet und wird immer beliebter. Eine Studie mit 800 Probanden zeigt nun auf, dass der Konsum von Cannabis dem Gehirn von Jugendlichen durchaus schaden kann.

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Ist das Gehirn noch nicht vollständig ausgereift, kann es bei Jugendlichen nämlich zu erheblichen Langzeitfolgen kommen. So wiesen Jugendliche, die Cannabis konsumierten, eine schlechtere Konzentrationsfähigkeit auf und zeigten sich impulsiver. Mit MRT-Aufnahmen sollten auch die Auswirkungen auf das Gehirn der Jugendlichen beobachtet werden.

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Ergebnis: Impulskontrolle von Jugendlichen leidet

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Stanimir G.Stoev / shutterstock.com

Über einen Zeitraum von fünf Jahren hat man die Auswirkungen von Cannabis auf das Gehirn untersucht und dabei festgestellt, dass es zu einer verdünnten Hirnrinde in dem Teil des Gehirns gekommen ist, der für die Impulskontrolle verantwortlich ist. Es handelt sich um einen Bereich des präfrontalen Kortex, der auch für die Problemlösung und Planung von Dingen zuständig ist.

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Das Frontalhirn ist erst mit Mitte 20 vollständig ausgereift. Daher sind die auftretenden Schäden umso größer, je jünger der Konsument ist. Es hat sich zudem eine Korrelation zwischen der Häufigkeit des Konsums und der Intensität der Verdünnung des Hirnrandes ergeben.

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