Studie: Forscher entdecken Ursache für schwere Covid-Verläufe

Für ihre Arbeit wurde das Team mit einem Preis ausgezeichnet.

, 19:48 Uhr
Studie: Forscher entdecken Ursache für schwere Covid-Verläufe
Halfpoint/Shutterstock

Die Ursache für schwere Verläufe von Corona ist ermittelt worden. Im Verlauf der Corona-Pandemie wurden immer wieder Fälle von schweren Krankheitsverläufen diagnostiziert. Unabhängig von milderen Varianten des Coronavirus, wie beispielsweise Omikron, wurden immunkompetente, sportlich-junge Menschen plötzlich schwer krank und mussten im Krankenhaus behandelt werden.

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Welcher Trigger zu diesen Zuständen führte, konnte man bis heute nicht deuten. Die Immunologin Dr. Stephanie Kreutmair und ihr Team vom Institut für Experimentelle Immunologie der Universität Zürich haben nun sehr vielversprechende Ergebnisse geschaffen.

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Andrii Vodolazhskyi/Shutterstock

Mangel an speziellen Killer-T-Zellen

Mit einem neuartigen Analyseverfahren stellten die Forscher nun Unterschiede innerhalb der Immunantwort des jeweiligen Probanden dar, die entweder leichte oder eben massive Verläufe der Corona-Infektion hatten. Der Grund ist ein Mangel an speziellen Killer-T-Zellen im Blut. Er führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu ausgeprägteren Krankheitsbildern. Außerdem kann der Wert auch ein Frühwarnmarker für schwere SARS-CoV-2 Verläufe darstellen. Die Studie wurde im Anschluss im Fachportal Cell veröffentlicht. Für Ihre Entdeckung erhielten die Wissenschaftler den Theodor-Frerichs-Preis 2022.

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Prof. Dr.-med. Georg Ertl , Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), sagt in einer Pressemitteilung: „Der Bluttest könnte helfen, das Risiko für einen schweren Verlauf frühzeitig zu erkennen. Diese Patienten könnten dann engmaschiger überwacht und frühzeitig spezifisch gegen Sars-CoV-2 behandelt werden“. Die Forscher um Stefanie Kreutmair untersuchten im Ganzen 121 Probanden mit Covid19. Die Ergebnisse wurden dann mit denen von 21 vollständig Gesunden, sowie mit 25 Menschen verglichen, die an schweren aber nicht durch SARS-CoV 2 verursachten Lungenentzündungen litten.

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