„Stealthing“: Dieser Sex-Trend gilt als Vergewaltigung

Mit diesem Sex-Trend kann man sich strafbar machen.

15.07.2023, 20:24 Uhr
„Stealthing“: Dieser Sex-Trend gilt als Vergewaltigung
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Sex gilt auch hierzulande als schönste Nebensache der Welt. Es gibt unzählige Vorlieben und Fetische, die Paare miteinander ausleben. Auch der offene Umgang mit sexuellen Fantasien nimmt immer weiter zu.

Jedoch gibt es auch Trends, die nach hinten los gehen können. Das ist beispielsweise beim „Stealthing“ der Fall. Normalerweise ist beim Sex alles ok, zu dem alle Beteiligten ihr Einverständnis geben. Beim „Stealthing“ ist das allerdings nicht der Fall. Hier wird der geschützte Geschlechtsverkehr nämlich nur vorgetäuscht und die Grenzen des Sexpartners nicht akzeptiert.

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Übergriffiger Sex-Trend ist strafbar

Beim „Stealthing“ wird das Kondom beim Sex heimlich abgestreift. Zudem werden oft beschädigte Kondome verwendet, ohne die andere Person darüber zu informieren. Der Trend leitet sich von dem Wort „Stealth“ ab, welches List oder Heimlichkeit bedeutet. Einige Umfragen zeigen, dass immer mehr junge Männer diesen Sex-Trend ausüben. 

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„Man kann erkennen, dass die Überzeugung der Stealthing-Befürworter in einer Ideologie der männlichen Überlegenheit verwurzelt ist, in der Gewalt ein natürliches Recht des Mannes ist“, erklärt die Verfasserin einer Studie. Allerdings macht man sich damit strafbar. Es handelt sich nämlich seit 2020 um einen groben Eingriff in die sexuelle Selbstbestimmung sowie um ein Sexualdelikt.

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Das Opfer wurde durch eine Täuschung zu ungeschütztem Sex gezwungen. Kommt es zur Penetration kann dies sogar als Vergewaltigung gelten und somit eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren nach sich ziehen.