„Squid Game“: Herkunft und Bedeutung der tödlichen Spiele

Hinter den Spielen stecken uralte Traditionen und Geschichten.

, 08:18 Uhr
„Squid Game“: Herkunft und Bedeutung der tödlichen Spiele
Noh Juhan / Netflix

Die Netflix-Serie „Squid Game“ ist und bleibt in aller Munde. Das Survival-Drama aus Südkorea hat einen weltweiten Hype ausgelöst und sorgt für Faszination bei den Zuschauerinnen und Zuschauern. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die lebensgefährlichen Spiele, denen sich die 456 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen müssen. Jedes hat seine eigene Herkunftsgeschichte.

Anzeige

Das erste Spiel in „Squid Game“ heißt Ddakji. Hierbei muss man durch den Wurf seiner eigenen Platte, die Platte des Gegners umdrehen. Ursprung des Spiels ist das sogenannte „Pogs“, welches in den 90ern besonders beliebt gewesen ist. Als Nächstes kommt „Rotes Licht, grünes Licht“ auf die Teilnehmer zu. In Deutschland ist es auch als „Ochs am Berg“ oder „Donner, Wetter, Blitz“ bekannt. In Korea heißt es „Mugunghwa kkochi pieotseumnida“. Die gruselige Puppe singt diesen Text, während die Teilnehmer versuchen müssen, das Feld zu überqueren und plötzlich ganz stillzustehen.

Anzeige

Anschließend steht bei „Dalgona“ ein Keks im Mittelpunkt des Spiels. Er wird in Korea auch „Ppopgi“ genannt. Die Teilnehmer müssen eine vorgestanzte Form aus der Karamellsüßigkeit herausbrechen, ohne sie zu beschädigen. Dieser Snack war in den 70er und 80er Jahren besonders beliebt. Schaffte man es, die Form ganz zu lassen, bekam man einen zweiten Keks umsonst.

Anzeige
Noh Juhan / Netflix

„Tintenfischspiel“ schließt den Wettbewerb ab

Auch „Tauziehen“ darf bei den Games nicht fehlen. Das beliebte Kinderspiel hat in Korea eine kulturelle Bedeutung. Es treten bei „Juldarigi“ zwei Seiten eines Dorfes gegeneinander an. Dem Gewinner wird eine reichhaltige Ernte prophezeit. Im vierten Wettbewerb geht es um Murmeln. Die kleinen Kugeln waren bereits im römischen Reich ein Zeitvertreib und auch hier setzt die Serie auf einen historischen Hintergrund.

Schließlich geht es mit dem Trittsteinspiel weiter. Hier müssen stabile Glasplatten von instabilen unterschieden werden. Vorbild für diese Herausforderung war der Klassiker „Himmel und Hölle“. Das letzte Spiel des Wettbewerbs ist das sogenannte „Tintenfischspiel“. Regisseur Hwang Dong-hyuk wählte es außerdem als Titel für seine Serie aus. Es soll die Gewalt in der Gesellschaft repräsentieren und gleichzeitig kritisieren.

Nächster Artikel