Spotify-Ausfall nach Protest von Farid Bang und Kollegah

Die Rapper werfen dem Konzern Vetternwirtschaft vor.

, 14:46 Uhr
Spotify-Ausfall nach Protest von Farid Bang und Kollegah
IMAGO / xcitepress

Vor wenigen Tagen ist der weltweit bekannteste Musikstreaming-Service ausgefallen – gleich nachdem sich die Deutschrap-Szene öffentlich bei dem Unternehmen beschwert hatte. Ganz vorne – Farid Bang, der mit einem Instagram-Statement dem Konzern die Meinung geigte. Es ging dabei um die beliebten Playlists „Deutschrap Brandneu“ und „Modus Mio“, die eigentlich dazu da sind, um die beliebtesten Songs aus der Deutschrap-Szene den Millionen an Followern anzuzeigen. Je weiter oben sich ein Künstler auf einer dieser Playlists befindet, desto öfter wurden seine Songs gestreamt.

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Doch Farid Bang scheint das nicht so ganz in den Kram zu passen. Er wirft dem Konzern Vetternwirtschaft vor und kritisiert, dass man vermehrt deutsche Pop- oder Schlagersongs in den Playlists findet. Die haben dort natürlich nichts zu suchen, schließlich geht es in den Playlists um Deutschrap. Sein Statement lautete wie folgt:

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„Liebes Spotify Deutschland-Team, ich weiß nicht, was bei euch da für eine Politik intern herrscht. Warum man einen Song, der auf YouTube Platz 1 erreicht, die meisten Views hat wahrscheinlich, bei euch wirklich auf den 20. Platz ranked. (…) Aber ich glaube, ich muss mal da bei euch vorbeikommen, liebes Spotify-Team, dann könnt ihr mir das von Angesicht zu Angesicht erklären und mich vielleicht auch mal davon überzeugen, was denn der Grund ist, dass man so einen Track, so ranked.“

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IMAGO / Future Image

Verrückter Zufall?

Besonders über die Künstlerin Vanessa Mai hat sich der Rapper aufgeregt. Diese wurde nämlich in der „Deutschrap Brandneu“-Playlist genannt, obwohl sie ganz eindeutig nicht dem Bereich Rap zuzuordnen ist. Neben vielen weiteren Rappern hat sich auch Kollegah zu dem Thema geäußert: „Es wird seitens Spotify hauptsächlich gleichklingender, seelenloser Pop-Rap gepusht. Geghostwritet und produziert von immer denselben Leuten.“

Mitten in der Protestaktion fiel dann plötzlich Spotify aus. Dieser verrückte Zufall hat Kontra K dazu genutzt, um in seiner Insta-Story noch einmal den Wert der traditionellen CD zu promoten. „Wie es wäre, wenn Fans wieder den Wer einer physischen CD erkennen“, schrieb er in seiner Story.