Smartphones und Tablets: EU plant umfangreiche Änderungen

Für 2023 sind umfangreiche Änderungen geplant, die alle Smartphones und Tablets betreffen sollen.

, 01:45 Uhr
Smartphones und Tablets: EU plant umfangreiche Änderungen

Die EU-Kommission hat sich im Rahmen der Klimaoffensive nun auch mit Smartphones und Tablets auseinandergesetzt. Dem Magazin „heise online“ liegt ein Verordnungsentwurf vor, in dem mehrere neue Vorgaben für Smartphone- und Tablethersteller gefordert werden. Hier steht insbesondere der Umweltschutz im Mittelpunkt, jedoch würden einige Veränderungen auch Vorteile für die Nutzer mit sich bringen.

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Unter anderem sollen die Konzerne dazu verpflichtet werden, fünf Jahre lang Sicherheitsupdates sowie drei Jahre lang Funktionsupdates anzubieten. Auch Akkus sollen eine längere Lebensdauer haben und nach 500 Ladezyklen immer noch 80 Prozent ihrer Kapazität erreichen sowie austauschbar sein. Ist dies nicht der Fall, sollen sie sogar bei 1.000 Ladezyklen dieselbe Qualität erbringen.

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 N.Z.Photography / Shutterstock.com

Lieber reparieren statt neu kaufen

Im März trat außerdem das sogenannte „Recht auf Reparatur“ in Kraft. Verbraucher haben so die Möglichkeit ihre erworbenen Geräte längst möglich zu nutzen. Gleichzeitig werden weniger neue Geräte produziert und somit die Umwelt geschont. Ersatzteile für Smartphones sollen laut „inside digital“ nun fünf Jahre lang an professionelle Reparaturbetriebe geliefert werden. Die Preise für die Ersatzteile dürfen in dieser Zeit nicht erhöht werden. Für Tablets gilt dasselbe in einer Zeitspanne von sechs Jahren. Außerdem sollen die Geräte widerstandsfähiger werden und beim zu Boden Fallen sowie bei der Berührung mit Spritzwasser besser geschützt sein.

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Außerdem möchte die EU-Kommission ein Energie-Effizienz-Label für Smartphones und Tablets einführen. Hier sollen unter anderem die Akkulaufzeit, die Anzahl unbeschadet überstandener Stürze, die Anzahl der Ladezyklen bis zum Unterschreiten der 80-Prozent-Grenze sowie die IP-Schutzart angegeben werden. Auch die Reparierbarkeit könnte hier angezeigt werden. Im kommenden Jahr will die EU-Kommission die Entwürfe final ausarbeiten und bei Zustimmung aller Beteiligten 2023 umsetzen.

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