Sieben Neugeborene ermordet: Krankenschwester steht vor Gericht

Eine Krankenschwester aus Großbritannien muss sich für ihre Horror-Taten verantworten.

, 17:48 Uhr
Sieben Neugeborene ermordet: Krankenschwester steht vor Gericht

Eine Krankenschwester aus Großbritannien soll sieben Neugeborene ermordet haben. Zudem werden ihr zehn Mordversuche vorgeworfen. Lucy L. war auf der Neugeborenen-Intensivstation in einem Krankenhaus tätig. Wenn sie Dienst hatte, starben ungewöhnlich viele Babys. Ihre Präsenz sei eine „stetige Quelle des Bösen“ gewesen.

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Die grausamen Taten ereigneten sich zwischen 2015 und 2016. Nachdem zwei Frühchen überlebten, soll Lucy ihnen absichtlich Insulin gespritzt haben. Der Zustand der Kinder verschlechterte sich jedes Mal, wenn die Krankenschwester Dienst hatte. Einige von ihnen überlebten es nicht. Nun muss sich Lucy vor Gericht verantworten.

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Iryna Inshyna/Shutterstock

„Hier war eine Giftmischerin am Werk“

Auf der Intensivstation werden zu früh oder krank geborene Kinder behandelt. Auch wenn es nicht ungewöhnlich ist, dass manchmal eines stirbt, stieg die Zahl der toten Babys durch Lucys Anwesenheit auf ungewöhnliche Weise an. Nachdem einer Ärztin aufgefallen ist, dass Lucy die Kinder bei allen Vorfällen behandelt hatte, informierte sie die Polizei.

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Binnen kürzester Zeit nahmen die Beamten ihre Ermittlungen auf. „Hier war eine Giftmischerin am Werk“, erklärte der zuständige Staatsanwalt Nick Johnson am Montag bei Prozessbeginn in Manchester. Lucy wurde bereits im Jahr 2018 verhaftet. Insgesamt sechs Monate Verhandlungszeit wurden für den Prozess angesetzt. Lucy behauptet, sie sei unschuldig.