Sexismus Vorwürfe gegen Erfolgsserie „Bridgerton“

Zahlreiche Fans kritisieren die zweite Staffel des Netflix-Hits.

, 09:43 Uhr
Sexismus Vorwürfe gegen Erfolgsserie „Bridgerton“
IMAGO / Picturelux

Die Erfolgsserie „Bridgerton“ wurde zum großen Hit auf Netflix. Kürzlich feierte die zweite Staffel Premiere und hält sich ebenfalls seit der Veröffentlichung auf dem ersten Platz der weltweiten Charts. Doch nicht alle sind so begeistert von den neuen Folgen.

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Einige Zuschauerinnen und Zuschauer beschwerten sich bereits darüber, dass es in der aktuellen Season weniger Sex-Szenen zu sehen gibt. Journalistin Dhvani Solani prangerte währenddessen die Darstellung der indischen Kultur an: „Für ein Land, das von der Kolonialherrschaft verwüstet wurde, erscheint es beinahe wie ein Witz, dass unsere koloniale Vergangenheit so übertüncht wird.“

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Auf Reddit wurde ebenfalls eine rege Diskussion entfacht. Die Fans nahmen die weiblichen Figuren genauer unter die Lupe. Insbesondere deren Beziehungen untereinander. Ein User urteilte schließlich, dass die zweite Staffel ein Problem mit ihren Frauenfiguren hat: „Die Autoren betonen immer wieder, dass Romanzen nicht die einzigen Liebesgeschichten sind. Es gibt auch Liebesgeschichten zwischen Freunden und Geschwistern. Aber wo war das?“ Ich bin so verärgert darüber, wie unterschiedlich die weiblichen Charaktere in der Serie im Vergleich zu ihren Buch-Charakteren sind. Sie kommen alle grob und unsympathisch rüber.“

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„Keine Frau darf eine liebevolle Beziehung haben.“

Die männlichen Figuren scheinen dieses Problem derweil nicht zu haben: „Sie scheinen es darauf anzulegen, dass die männlichen Geschwister untereinander eine bessere Bindung haben als die weiblichen.“ Schließlich werfen die Fans den Machern Sexismus vor: „Keine Frau darf eine liebevolle Beziehung haben. Eloise ist absolut böse zu Daphne. Kate und Edwina stehen sich anscheinend nicht nahe und dann fügen wir noch Mary hinzu, die keine Rolle spielen durfte. Die Featheringtons haben keine Wärme. Und ja, die Beziehung Pen/Eloise ist voller Manipulation und Lügen.“

Zudem gibt es zahlreiche Rückblenden, um die männlichen Charaktere besser zu verstehen. „Kate ist auch eine Hauptfigur, aber sie bekommt nichts. Es werden nur ein paar Gespräche über ihren Vater geführt“, kritisieren die Fans. Trotz all dem wurde die zweite Staffel in den letzten sieben Tagen ganze 251,7 Millionen Stunden gestreamt.