Sexarbeit in Deutschland: Aus diesen Ländern stammen die meisten Prostituierten

Die Statistik verrät, aus welchen Ländern die Frauen stammen.

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Sexarbeit in Deutschland: Aus diesen Ländern stammen die meisten Prostituierten
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In Deutschland sind im Jahr 2018 fast 33.000 Personen offiziell dem Gewerbe der Sexarbeit nachgegangen. Nur knapp ein Fünftel dieser Personen haben die deutsche Staatsbürgerschaft.

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Ende 2018 sind in Deutschland insgesamt rund 32.800 Menschen als Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen gemeldet. 17 Prozent dieser Personen sind zwischen 21 und 44 Jahre alt, sechs Prozent zwischen 18 und 20. Was die meisten von ihnen gemeinsam haben: Sie haben nicht die deutsche Staatsangehörigkeit.

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Aus welchen Ländern die meisten Prostituierten stammen

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Die meisten Personen, die der Prostitution in Deutschland nachgehen, kommen aus anderen Ländern. Insgesamt besitzen 26.600 Personen nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Ein besonders hoher Anteil stammt aus Südosteuropa: Über ein Drittel der angemeldeten Prostituierten kommt aus Rumänien, ein Zehntel von ihnen aus Bulgarien.

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Allerdings sind diese Angaben laut dem Statistischen Bundesamt mit Vorsicht zu genießen, da sie nur eine eingeschränkte Aussagekraft besitzen. Denn das Prostituiertenschutzgesetz, laut dem sich Sexarbeiter und -arbeiterinnen bei den Behörden melden müssen, ist erst seit 2017 in Deutschland in Kraft getreten. Im gleichen Jahr wird die Statistik zum ersten Mal aufgezeichnet. Doch zum Stichtag Ende 2017 ist es nicht überall in Deutschland möglich, sich bei den Behörden zu melden. Einige Bundesländer oder auch Kreise und Gemeinde hinkten bei der Vergabe der Genehmigung zur Prostitutionstätigkeit oder eines Prostitutionsgewerbes hinterher. Außerdem lässt die Statistik nicht gemeldete Prostituierte und Gewerbe außen vor.

Insgesamt 1.6000 Gewerbe bekamen eine erteilte oder vorläufige Erlaubnis. Dabei handelt es sich zu 96 Prozent um Bordelle und andere Prostitutionsstäte. Für Prostitutionsvermittlungen und -veranstaltungen wurden 70 Erlaubnisse erteilt.